Die deutsche Penalty-Blamage von Madrid

Leverkusen stand in Madrid gegen den spanischen Meister Atletico vor der grossen Sensation – doch dann versagten die Nerven.

Drei Fehlschüsse bei fünf Versuchen: Leverkusen blamierte sich im Penaltyschiessen von Madrid.
Thomas Niggl@tagesanzeiger

Bayer Leverkusen hatte sich mit dem 1:0-Sieg im Hinspiel in den Achtelfinals der Champions League eine gute Ausgangslage geschaffen. Und auch gestern waren die Chancen nach 120 Minuten auch im Elfmeter-Roulette immer noch intakt. Ein schwacher Versuch mitten aufs Tor und in die Handschuhe des spanischen Keepers sowie zwei Schüsse in den Madrider Nachthimmel kamen einer deutschen Blamage gleich.

Calhanoglu, Toprak und Kiessling hiessen die Fehlschützen. Nur Rolfes und Castro trafen für die Gäste. Für den spanischen Meister waren Griezmann, Suarez und Torres erfolgreich. Castro erklärte bei Sky: «Beim Elfmeterschiessen war es fifty-fifty. Am Ende haben wir leider verloren. Die Fehlschützen sind natürlich traurig.» Kiessling weinte noch auf dem Feld bittere Tränen und musste von den Mitspielern getröstet werden.

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der 1990 als Torjäger mit Deutschland in Italien Weltmeister geworden war, nahm Calhanoglu in Schutz: «Calhanoglu ist normalerweise ein sicherer Schütze, der den Torhüter ausguckt. Diesmal hat es nicht geklappt.»

Im Stadion sass auch Bayern Startrainer Pep Guardiola, der eine spielerisch mässige, aber hart umkämpfte Partie sah, in der der Schiedsrichter nicht weniger als zehn Verwarnungen aussprechen musste.

DerBund.ch/Newsnet

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt