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Die Bayern blamieren sich einmal mehr

Am 12. Spieltag der Bundesliga spielt Bayern München nur Remis gegen Düsseldorf. Uli Hoeness findet klare Worte.

Beim Rekordmeister ist weiterhin der Wurm drin: Die Münchner gehen beim Heimspiel gegen Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf dreimal in Führung – am Ende steht es 3:3.
Beim Rekordmeister ist weiterhin der Wurm drin: Die Münchner gehen beim Heimspiel gegen Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf dreimal in Führung – am Ende steht es 3:3.
Matthias Schrader, Keystone
Er brachte Düsseldorf den unerwarteten Auswärtspunkt: Stürmer Dodi Lukebakio war für alle drei Fortuna-Tore verantwortlich.
Er brachte Düsseldorf den unerwarteten Auswärtspunkt: Stürmer Dodi Lukebakio war für alle drei Fortuna-Tore verantwortlich.
Matthias Balk, Keystone
Beim Aufsteiger aus Franken war die Enttäuschung über den Spielverlauf gross. Zweimal hatte man den Anschluss wieder geschossen. Doch nach einer gelb-roten Karte für Bauer nach 67 Minuten kassierte man noch drei Tore.
Beim Aufsteiger aus Franken war die Enttäuschung über den Spielverlauf gross. Zweimal hatte man den Anschluss wieder geschossen. Doch nach einer gelb-roten Karte für Bauer nach 67 Minuten kassierte man noch drei Tore.
Friedemann Vogel, Keystone
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Bayern München blamiert sich mit einem 3:3 gegen Düsseldorf. In München haben sie vielleicht nicht realisiert, dass der niedrig gehandelte Aufsteiger und Tabellen-Zweitletzte Fortuna Düsseldorf einen Belgier hat. Nicht Lukaku, aber Lukebakio. Dodi Lukebakio, 21-jähriger belgischer Offensivspieler kongolesischer Abstammung, deckte die hoch favorisierten Bayern mit einer Schmach ein. Er erzielte alle drei Tore der Gäste, das letzte in der 93. Minute. Es ist das bislang wohl überraschendste Ergebnis dieser Meisterschaft. Der letzte Spieler mit einer Triplette gegen die Bayern war vor 17 Jahren der Däne Ebbe Sand von Schalke.

Bayerns Problem war aber weniger Lukebakio als vielmehr die eigene Leistung. Präsident Uli Hoeness reagierte auf den neuerlichen Fehltritt mit harscher Kritik. «Wir spielten sehr schlechten Fussball, einen uninspirierten Fussball und einen Fussball ohne Selbstvertrauen», sagte er. Fürs Erste stehen vor allem die Spieler im Bannstrahl der präsidialen Schelte: «Man muss auch mal kritisch mit dem einen oder anderen Spieler umgehen, weil das hanebüchen ist, was da passiert.» Später sprach Hoeness von «Slapstick-Einlagen vor den Gegentoren».

Allerdings stellte sich Hoeness auch nicht (mehr) bedingungslos vor Trainer Niko Kovac. «Wir haben uns vorgenommen, in aller Ruhe darüber zu schlafen, weil wir am Dienstag in der Champions League gegen Benfica Lissabon ein schweres Spiel haben.» Danach müsse man sich zusammensetzen und schauen, wie es weitergehen soll. «Denn was gegen Düsseldorf passiert ist, ist absolut nicht Akzeptabel.»

Dortmund weiterhin ungeschlagen

Borussia Dortmund ist auch nach 12 Bundesliga-Runden ungeschlagen und hat mit einem 2:1-Sieg in Mainz die Führung gefestigt. Trainer Lucien Favre vertraute einmal mehr auf sein Rezept: Spiele in der zweiten Halbzeit gewinnen, Torschützen einwechseln. Die neuste Episode schrieb der nun definitiv verpflichtete Paco Alcacer. Er kam nach 64 Minuten für Mario Götze auf den Platz und erzielte keine drei Minuten später das 1:0. Die drei Punkte waren damit noch nicht im Trockenen. Für das 2:1 brauchte es ein Tor des nicht als Goalgetter bekannten polnischen Aussenverteidigers Lukasz Piszczek nach 76 Minuten.

Borussia Dortmund hat derzeit sieben und mehr Punkte Reserve auf die breite Verfolgergruppe. Titelverteidiger Bayern München liegt schon neun Punkte zurück. Borussia Mönchengladbach könnte den Rückstand mit einem Heimsieg am Sonntag gegen Hannover auf vier Punkte reduzieren.

Adi Hütters Eintracht ist weiter im Hoch

Eintracht Frankfurt bleibt derweil im Hoch. Die Mannschaft von YB-Meistertrainer Adi Hütter siegte in Augsburg 3:1 und hat nunmehr aus den letzten sechs Meisterschaftsspielen 16 Punkte geholt. Hinzu kommen in der Europa League vier Siege aus vier Spielen - und die frühzeitige Qualifikation für die Sechzehntelfinals. Das Führungstor in Augsburg nach nicht einmal zwei Minuten erzielte keiner aus dem treffsicheren Trio Rebic/Jovic/Haller, sondern der Niederländer Jonathan De Guzman - auf eine prächtige Vorarbeit des Franzosen Sébastien Haller.

Haller selbst schloss einen Konterangriff kurz nach der Pause mit dem 2:0 ab. Den grösste Anteil daran hatte der Serbe Luka Jovic mit einem langen Sprint an einem Gegner vorbei der Seitenlinie entlang. Auch Ante Rebic traf noch. Gelson Fernandes festigte seinen Platz in Hütters Fanionteam mit einem weiteren Einsatz über die volle Spielzeit.

Telegramme und Rangliste:

Am Samstag:Mainz - Dortmund 1:2 (0:0)Tore: 67. Alcacer 0:1. 70. Quaison 1:1. 76. Piszczek 1:2. - Bemerkungen: Borussia Dortmund mit Bürki und Akanji.

München - Düsseldorf 3:3 (2:1)Tore: 17. Süle 1:0. 20. Müller 2:0. 44. Lukebakio 2:1. 58. Müller 3:1. 78. Lukebakio 3:2. 93. Lukebakio 3:3.

Berlin - Hoffenheim 3:3 (1:2)Tore: 1. Demirbay 0:1. 10. Kramaric 0:2. 13. Ibisevic 1:2. 56. Bicakcic 1:3. 72. Leckie 2:3. 87. Lazaro 3:3. - Bemerkungen: Hertha Berlin mit Lustenberger. Hoffenheim ohne Zuber und Kobel (beide Ersatz).

Augsburg - Frankfurt 1:3 (0:1)Tore: 2. De Guzman 0:1. 47. Haller 0:2. 68. Rebic 0:3. 90. Cordova 1:3. - Bemerkungen: Eintracht Frankfurt mit Fernandes (verwarnt).

Wolfsburg - Leipzig 1:0 (0:0)Tor: 50. Roussillon 1:0. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Mehmedi, ab 73. ersetzt von Steffen. Leipzig ohne Mvogo (nicht im Aufgebot).

Schalke - Nürnberg 5:2 (2:1)Tore: 26. Skrzybski 1:0. 32. Harit 2:0. 38. Palacios-Martinez 2:1. 70. Burgstaller 3:1. 79. Zrelak 3:2. 84. Skrzybski 4:2. 93. Oczipka 5:2. - Bemerkungen: Schalke ohne Embolo (verletzt). 67. Gelb-Rote Karte gegen Bauer (Nürnberg).

Am Freitag:Leverkusen - Stuttgart 2:0 (0:0).Tore: 76. Volland 1:0. 83. Volland 2:0.

Rangliste:1. Dortmund 12/30 (35:13). 2. Mönchengladbach 11/23 (26:13). 3. Frankfurt 12/23 (29:14). 4. Leipzig 12/22 (22:10). 5. München 12/21 (23:17). 6. Hoffenheim 12/20 (27:18). 7. Bremen 11/17 (19:19). 8. Berlin 12/17 (19:20). 9. Wolfsburg 12/15 (16:17). 10. Mainz 05 12/15 (11:14). 11. Leverkusen 12/14 (18:24). 12. Freiburg 11/13 (15:19). 13. Augsburg 12/13 (20:21). 14. Schalke 12/13 (13:17). 15. 1. FC Nürnberg 12/10 (13:29). 16. Hannover 11/9 (14:22). 17. Düsseldorf 12/9 (13:28). 18. Stuttgart 12/8 (8:26).

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