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Deutschland huldigt Sprinter Xhaka

Granit Xhaka ist der gefeierte Mann im rheinischen Fussball-Königreich. Wegen seines Treffers im Derby und des aussergewöhnlichen Jubels danach.

Den Bann gebrochen: Nach seinem Treffer in der Nachspielzeit wird Granit Xhaka von den Kollegen umjubelt. Doch...
Den Bann gebrochen: Nach seinem Treffer in der Nachspielzeit wird Granit Xhaka von den Kollegen umjubelt. Doch...
Keystone
...der frühere Basler hat nur eines im Sinn. Er möchte...
...der frühere Basler hat nur eines im Sinn. Er möchte...
Keystone
...einem Sprint über das ganze Feld, springt er diesem in die Arme.
...einem Sprint über das ganze Feld, springt er diesem in die Arme.
Keystone
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Es war die grosse Szene des zuvor recht ereignisarmen rheinischen Derbys zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln: Unmittelbar nach seinem 1:0-Siegestreffer in der Nachspielzeit, rannte Granit Xhaka wieselflink über den ganzen Platz und sprang in die Arme seines Torhüters und Nationalmannschafts-Kollegen Yann Sommer. «Woher ich die Kraft für diesen Sprint genommen habe, kann ich auch nicht beantworten. Eigentlich war ich schon ein paar Minuten vorher ziemlich kaputt», kommentierte der frühere Basler seinen Energieanfall.

Das Fachmagazin «Kicker» titelte in Anspielung auf den Sprint-Weltrekordler aus Jamaika «Xhaka wie Usain Bolt». Ein Vergleich, den der Gladbacher Ibrahima Traoré zuvor herangezogen hatte. Xhaka selbst fand sein Tor dann doch noch einiges wichtiger als den besonderen Jubel danach. «Besser geht es nicht», lautete sein Fazit. Kein Wunder: In einem Derby und dann erst noch auf den letzten Drücker trifft man nicht alle Tage.

«Es war gewiss kein Zufall, dass es am Ende Granit Xhaka war, der den Ball in der Nachspielzeit ins Kölner Tor wuchtete und den Borussia-Park so laut beben liess wie selten zuvor: Denn der Schweizer war der auffälligste Spieler auf dem Platz, gab insgesamt sechs Torversuche ab und hatte 160 Ballkontakte – so viele wie kein anderer», wird der Matchwinner auf der Galdbacher Vereinswebsite gelobt.

Ärger haben Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln wegen des Platzsturms der Kölner Fans nach dem Schlusspfiff. Arnold Plickert, der Vorsitzende der Gewerkschaft der nordrhein-westfälischen Polizei, wirft dem Ordnungsdienst der Borussia grobe Versäumnisse vor. «Alleine der massive Pyro-Einsatz im Block der Kölner zeigt doch, dass da beim Einlass ganz offensichtlich nicht gründlich genug kontrolliert worden ist», sagte er der «Rheinischen Post».

Rund 30 Vermummte waren auf den Platz gestürmt, es kam zu wüsten Jagdszenen und Handgreiflichkeiten mit Polizei und Ordnungskräften. Zwei Randalierer wurden festgenommen, ein Polizist verletzt. Den vorbelasteten Kölnern droht ein Fan-Teilausschluss bei einem Heimspiel, Gladbach eine Bestrafung wegen mangelnder Platzaufsicht.

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