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Des einen Leid, des anderen Freud

Gregory Wüthrich war die Nummer 3 in der YB-Innenverteidigung – bis sich Steve von Bergen verletzte. Der Stadtberner beweist seither, dass er eine valable Alternative zum Captain ist.

Der junge Gregory Wüthrich hat seine Chance in der YB-Innenverteidigung bisher genutzt.
Der junge Gregory Wüthrich hat seine Chance in der YB-Innenverteidigung bisher genutzt.
Keystone

Gregory Wüthrich und Jérôme Boateng haben ein paar zufällige Gemeinsam­keiten. Beide sind 1,92 Meter gross und fast 90 Kilogramm schwer. Beide haben einen Ghanaer als Vater. Beide sind sie in der Hauptstadt ihres jeweiligen Landes aufgewachsen. Dass der deutsche Nationalspieler Wüthrichs fussballerisches Vorbild ist, hat nichts mit der Hautfarbe und den afrikanischen Wurzeln zu tun, sondern mit Boatengs fussballerischen Qualitäten. Er sei robust und enorm schnell, begehe kaum Fouls und habe eine überragende Balltechnik. Die Präzision der 50 und mehr Meter langen Diagonalflanken auf die Flügel, die zu Boatangs Markenzeichen geworden sind, findet der junge Berner «schlicht sensationell». Es gebe im ­Moment keinen anderen Abwehrspieler, der das Angriffsspiel eines Teams derart präge wie der 27-jährige Weltmeister. Weil er bei Wüthrichs Lieblingsclub ­Bayern München unter Vertrag steht, ist die Freude doppelt gross. Die Verbundenheit zu den Bayern hat mit der Grossmutter mütterlicherseits zu tun, die in Rosenheim lebt und Klein-Gregory schon früh Utensilien des FC Bayern zukommen liess. «Ich konnte gar nicht anders, als Bayern-Fan zu werden», scherzt der Verteidiger, bei dem sich schon sehr früh alles um den Fussball gedreht hat.

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