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Der YB-Gegner und sein Rivale: Gepflegte Feindseligkeit

Rangers und Celtic verachten sich und tragen einen bitterernsten religiösen Konflikt auf den Platz. Wirklich? Auf Besuch am 419. Old Firm.

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Zuerst ist da: Lärm. Kein Gesang, keine Hymnen, nur: Krach. Er schwillt an, noch fünf Minuten bis zum Anstoss, im Hintergrund klingt verzweifelt eine Durchsage, jetzt der Handshake, innig ist er nicht, dann der Pfiff. Und es wird noch lauter.

Old Firm in Glasgow, es ist Derby-Zeit, zum 419. Mal Rangers gegen Celtic. Blau gegen Grün, entscheide dich, denn dazwischen gibt es: nichts. Im Rund des neutralen Hampden Park, wo an diesem Sonntag der Final im Ligacup stattfindet, sind alle nach ihrer Gesinnung platziert: VIP und Balkon, Ultras und Parkett, 180 Grad für Blau, 180 Grad für Grün. Wer in der Mitte sitzt, fühlt sich wie das Kind vor der Stereoanlage, das den Balanceregler entdeckt: volle Dröhnung links, Ballgewinn, volle Dröhnung rechts. Jede Grätsche, jeder Einwurf wird bejubelt wie sonst ein Tor. Unter Sturmböen und Starkregen geht es hin und her. Es ist Fussball wie im Rausch.

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