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Der Wert des Last-Minute-Transfers

Guillaume Hoarau ist der beste YB-Transfer seit langer Zeit. Obwohl wegen langer Wettkampfpause noch nicht in Bestform, ist der Franzose der gefährlichste Berner Offensivspieler.

Ruedi Kunz
Guillaume Hoarau (rechts) war in der laufenden Saison in der Europa League bisher dreimal erfolgreich.
Guillaume Hoarau (rechts) war in der laufenden Saison in der Europa League bisher dreimal erfolgreich.
Tobias Anliker

Guillaume Hoarau ist nicht auf den Mund gefallen. Wen immer man bei YB auf den Franzosen anspricht: Früher oder später wird sein kommunikatives Talent genannt. Was nicht automatisch heisst, dass er auch gerne mit Medienleuten spricht. Es braucht schon die Überzeugungskraft des YB-Pressechefs, um Hoarau zu einem Gespräch zu bewegen vor der Reise nach Bratislava. Wie so viele Spitzensportler kennt er sich bestens aus in der Kunst der Allgemeinplätze. Er rühmt seine Mitspieler, den Trainer, den Klub, Bern, die Schweiz, die Super League, die er bis vor vier Monaten nur vom Hörensagen kannte. Ja: eigentlich alles, mit dem er bei seinem aktuellen Arbeitgeber konfrontiert ist. Hin und wieder streift er die Maske des Unnahbaren kurz ab und kommt ins Erzählen. So erfährt man, dass er in der Zwischenzeit in der Nähe von Bern eine grosszügige Wohnung gefunden hat, wo er sich mit seinem Cousin eingemietet hat. Dieser ist seit etlichen Jahren seine wichtigste Bezugsperson. «Er ist meine rechte Hand, die mich überallhin begleitet.» Mit ihm teilt Hoarau auch die zweite grosse Leidenschaft neben dem Fussball, die Musik. Wann immer es sich einrichten lässt, jammen die beiden Männer im hauseigenen Übungsraum. Hoaraus wichtigste Inspirationsquelle ist Bob Marley, dessen Konterfei er sich auf die Wade tätowieren liess.

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