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Der FCZ als Tormaschine

Die Zürcher schlugen auch den FC Aarau hoch und blieben zum sechsten Mal in Serie siegreich. Hassli war der Matchwinner, Alphonse dreifacher Torschütze.

Mässig war die Rückrunde der vergangenen Saison verlaufen, und trotzdem beliessen die Verantwortlichen des FC Zürich das Kader, wie es gewesen war. Mit ansprechenden Resultaten begann die neue Spielzeit, doch verlor der FCZ in Aarau das Spiel und gegen die Grasshoppers zwei Punkte. Und nach dem 1:4 gegen Basel Mitte August betrug der Rückstand auf den Meister schon fünf Punkte. Es sollte der Tiefpunkt sein in der noch jungen Saison.

Denn seither fand die Mannschaft von Bernard Challandes den Schwung, mehr sogar, sie wurde zu einer regelrechten Spassequipe. 3:1, 3:0, 7:1, 3:0 und 3:0 lauteten die letzten Resultate in der Super League - gegen Sion, Bellinzona, Vaduz, Xamax und Luzern, allesamt Teams aus der zweiten Tabellenhälfte. Und 4:0 schlugen die Zürcher nun auch Aarau, den Drittklassierten, von dem Trainer Challandes im Vorfeld mehr gewarnt hatte, als schliesslich nötig war. Einmal in Führung (36. Minute durch Alexandre Alphonse), geriet der FCZ nie mehr in Gefahr.

Aarau nur Sparringpartner

Das lag auch am grossen Auftritt des Eric Hassli, welcher oft genug die Diva im FCZ-Dress gewesen war, sich am Samstag aber von seiner Schokoladenseite präsentierte. Das 1:0 durch Alphonse hatte er mit einem Schuss provoziert, den Aarau-Goalie Benito nicht festzuhalten vermochte. In der 48. Minute traf er selber mit einem Schlenzer ins hohe Toreck zum 2:0. Und dann fand Hassli die Freude am Vorbereiten von Toren: Er flankte in der 55. Minute auf Alphonse und ermöglichte seinem Landsmann in der 63. Minute mit einem klugen Querpass im Strafraum dessen drittes Tor des Abends. Aarau war nicht mehr als ein Sparringpartner - viel harmloser kann man kaum auftreten. Captain Frédéric Page sprach von einem «traurigen Spiel». Lediglich zu zwei Torchancen waren die Gäste gekommen.

Seine Mannschaft hätte bewiesen, sagte demgegenüber Challandes, dass sie nicht zufällig Leader sei. Und: «Ich bin mit der Leistung zufrieden.» Zwar taten die Zürcher nach dem 4:0 nicht mehr viel, um die 8900 Zuschauer zu unterhalten. Angesichts der fünf vorangegangenen Duelle mit Aarau aber, in denen der FCZ bloss zwei Punkte gewonnen hatte, war dies trotzdem ein durchwegs erfreulicher Zürcher Auftritt, und Challandes tat seine Erleichterung kund. Am Ende durfte Matchwinner Hassli mit stehenden Ovationen frühzeitig vom Feld, und er wurde hinterher von den Fans in der Südkurve persönlich gefeiert. «Ein Sieg der Mannschaft», sagte Hassli bescheiden, und er vergass auch das Lob an Alexandre Alphonse nicht: «Er bewegt sich sehr gut auf dem Feld, da ist es nicht schwer, mit ihm zu harmonieren.» Die beiden Franzosen stehen sich auch privat nahe.

Schwere Gegner folgen

23:2 Tore lautet die Bilanz in den vergangenen sechs Spielen, doch wie gefestigt die Mannschaft tatsächlich ist, wird sich in den kommenden drei Partien zeigen, wenn der FCZ in Bern und Basel antritt sowie als Heimteam auf GC trifft. Wichtig für die Zürcher wäre es, wenn Almen Abdi nach seinem Muskelfaserriss so bald wie möglich zurückkehrt. Denn die Kreativität des Nationalspielers fehlt dem FCZ doch, auch wenn seinem Ersatz Dusan Djuric gegen Aarau eine gute Leistung und vor allem ein engagierter Auftritt glückte.

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