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Der FCB mit Glück zum Wunschresultat

Durch den 1:0-Sieg beim norwegischen Meister hat sich der FC Basel eine gute Ausgangslage geschaffen, die Playoffs zur Champions League zu erreichen. Der FCB hat aber noch Steigerungspotenzial.

Der Jubel ist so gross wie die Erleichterung: Cabral, Dragovic und Park feiern den Torschützen Jacques Zoua (Nr. 31).
Der Jubel ist so gross wie die Erleichterung: Cabral, Dragovic und Park feiern den Torschützen Jacques Zoua (Nr. 31).
Keystone
Der FC Basel tat sich lange schwer. Hier kommt David Degen gegen Knut Rindaröy zu spät.
Der FC Basel tat sich lange schwer. Hier kommt David Degen gegen Knut Rindaröy zu spät.
Keystone
Der prominente Zuschauer: Alex Frei musste in Molde verletzt auf der Tribüne Platz nehmen.
Der prominente Zuschauer: Alex Frei musste in Molde verletzt auf der Tribüne Platz nehmen.
Keystone
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Das Beste aus Sicht des FCB an diesem mühevoll erarbeiteten Sieg im Drittrunden-Hinspiel war eindeutig das Resultat. Jacques Zouas Treffer erwies sich als Belohnung für eine Leistung, die zumindest streckenweise Fragen aufwarf. Der eingewechselte Kameruner profitierte zwölf Minuten vor Spielende vom einzigen Fehler des gegnerischen Keepers Espen Bugge Pettersen. Dieser wehrte einen Schuss von Valentin Stocker unglücklich ab, Zoua brauchte den Ball nur noch über die Linie zu bugsieren.

Trainer Heiko Vogel wollte die Situation, in der sich Basel im Hinblick auf das Rückspiel vom kommenden Mittwoch (20 Uhr) befindet, nicht überbewerten. «Wir haben aus meiner Sicht ein sehr gutes Spiel gemacht, mit dem gewünschten positiven Ergebnis», sagte der Deutsche. «Wohlwissend, dass noch nichts entschieden ist, solange die Möglichkeit besteht, dass Ergebnis B eintreten kann. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür nur ein Prozent wäre.»

Gegenwehr und ein dummer Platzverweis

Ein «umstrittenes, enges Spiel» hatte die Basler Delegation im hohen Norden erwartet, die Vermutung erwies sich als richtig. Das international unerfahrene Heimteam machte dem FCB die Räume eng und trat dennoch nicht nur «zerstörerisch» auf. Molde, bei eigenem Ballbesitz atypisch norwegisch auf schnelles Kombinationsspiel ausgerichtet, hielt gut mit.

Die Aufgabe für Basel, kreativ aufzutreten, erschwerte sich schon früh zusätzlich. Moldes Stürmer Davy Angan wurde für einen Griff ins Gesicht von Aleksandar Dragovic (27.) des Feldes verwiesen. Die Reaktion von Trainer Ole Gunnar Solskjaer in der Pause beim Betrachten der Szene im TV liess darauf schliessen, dass der Entscheid des Referees vertretbar war. «Dadurch hatte Molde noch weniger zu verlieren. Sie haben nach der Roten Karte signalisiert, dass sie noch defensiver spielen. Dementsprechend galt es für uns, mit Geduld die Lücken zu finden und gleichzeitig Konter zu unterbinden», sagte Vogel. Er sprach von einer Gratwanderung, die mental unglaublich viel abverlangt habe.

Wenige, aber gute Chancen

Die besten Chancen hatte sich Basel vor dem Platzverweis erspielt. Einmal durch Valentin Stocker, dessen Schuss in der zehnten Minute knapp daneben ging. Oder durch einen sehenswerten Freistoss von Marcelo Diaz (15.), den Pettersen spektakulär abwehrte. Über die Tatsache, dass Molde trotz langer Unterzahl immer wieder gefährlich vorstossen konnte, wird sich Vogel noch seine Gedanken machen (müssen). Vor allem die beiden Aussenverteidiger-Positionen wirkten teils alles andere als stabil.

Gewiss, der Basler Sieg, der dritte im dritten Europacup-Spiel der Saison ohne Gegentor, ging in Ordnung. Molde versuchte sich Kräften zu wehren. Diese liessen bei den Norwegern aber in der letzten halben Stunde merklich nach. Basel kontrollierte in dieser Phase die Partie. Bis zum entscheidenden Vorstoss über Markus Steinhöfer und Stocker und dem bereits dritten Saisontor von Zoua dauerte es gleichwohl bis zur 78. Minute. Und eine Chance, die eigene Ausgangslage etwas zu korrigieren, hatte Molde nicht mehr.

Alex Freis Forfait

Für Basel hatte die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel in Molde mit einer schlechten Nachricht geendet. Alex Frei war aufgrund einer Prellung im Beckenbereich, die er am Wochenende gegen GC erlitten hatte, zum Zuschauen gezwungen. Den Belastungstest am Morgen bestand die betroffene Körperstelle nicht. Deshalb stellte Vogel erstmals überhaupt in seiner Ära als FCB-Chefcoach das System auf nur einen Stürmer (4-2-3-1) um. Diese Position nahm Marco Streller ein. Der Captain spulte ein enormes Laufpensum ab, zu Chancen kam er aber während 90 Minuten nicht.

Molde - Basel 0:1 (0:0)

Aker-Stadion. – 6564 Zuschauer. – SR Fautrel (Fr). – Tor: 78. Zoua 0:1.Molde: Pettersen; Vatshaug, Hovland, Forren, Rindaröy; Eikrem, Hestad (79. Hoseth); Linnes (64. Simonsen), Moström, Chukwu; Angan.Basel: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; Yapi, Cabral; David Degen (61. Zoua), Diaz, Stocker; Streller. Bemerkungen: Molde ohne Berget, Ekpo, Gatt (alle verletzt), Hussain und Thioune (beide nicht spielberechtigt), Basel ohne Ajeti, Philipp Degen, Alex Frei (alle verletzt), Fabian Frei, Salah, Schär (alle Olympische Spiele) und Pak (nicht im Aufgebot). 27. Rote Karte gegen Angan (Tätlichkeit). Verwarnungen: 14. Hovland (Foul). 30. Steinhöfer (Unsportlichkeit). 42. Cabral (Foul). 75. Stocker (Reklamieren).

si/ker

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