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Der brisante Bayern-Auftritt in Saudiarabien

Der FC Bayern bestreitet im Wüstenstaat ein Testspiel. Trotz der Auspeitschung von Blogger Raif Badawi und der Enthauptung einer Frau. Das sorgt für Empörung.

«Es ist eine Ehre, hier zu sein»: Bayern-Trainer Josep Guardiola an der Pressekonferenz. Neben ihm sitzt Abdulrahman Al Hilal bin Saud, der Chef des Testspiel-Gastgebers Al Hilal.
«Es ist eine Ehre, hier zu sein»: Bayern-Trainer Josep Guardiola an der Pressekonferenz. Neben ihm sitzt Abdulrahman Al Hilal bin Saud, der Chef des Testspiel-Gastgebers Al Hilal.
Keystone

Am Samstag absolvierte der FC Bayern im König-Fahd-Stadion von Riad ein Testspiel gegen den saudischen Club Al-Hilal. Sportlich war das nicht weiter bemerkenswert, der deutsche Meister setzte sich mit 4:1 durch. Es gibt aber noch eine andere Dimension: die moralische. Dass die Münchner ausgerechnet dem für seine Menschenrechtsverletzungen scharf kritisierten Wüstenstaat einen Höflichkeitsbesuch abstatteten, irritiert Presse und Fans in der Heimat gleichermassen. Trainer Josep Guardiola, dem der Ruf eines Fussball-Intellektuellen vorauseilt, äusserte sich zu allem Überfluss auch noch besonders dienstfertig über Saudiarabien. «Es ist eine Ehre, hier zu sein», sagte er auf einer Pressekonferenz.

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