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Del Piero schoss Real ab

Juventus Turin gewann das Prestige-Duell bei Real Madrid 2:0. Bayern München und Manchester schafften spät den Ausgleich.

Prestigeerfolg: Die Juventus-Verteidiger Giorgio Chiellini (oben) und Nicola Legrottaglie bejubeln den Sieg gegen Real Madrid.
Prestigeerfolg: Die Juventus-Verteidiger Giorgio Chiellini (oben) und Nicola Legrottaglie bejubeln den Sieg gegen Real Madrid.
Keystone

Am 9 November wird Alessandro Del Piero 34 Jahre alt. Doch im Estadio Bernabeu war von einer allfälligen Altersmüdigkeit des Juventus-Stars nichts zu merken. Der italienische Routinier, dem schon im Hinspiel ein Treffer gelungen war, traf gegen Real gleich zweimal. Sein zweites Erfolgserlebnis hatte man regelrecht komme sehen. Als Del Piero in der 67. Minute zu einem Freistoss Anlauf nahm, stand das Tor weit offen für seinen Schuss, die Mauer war eher eine Dekoration. «Ale» liess sich aus der Position, die in Italien seit Jahren «Zona Del Piero» genannt wird, nicht zweimal bitten und bezwang Torhüter Casillas zum 2:0. Als der Freistossspezialist ausgewechselt wurde, gab es auch von den spanischen Fans Applaus.

Real Madrid enttäuschte im Prestige-Duell vor den Augen des neuen argentinischen Nationaltrainers Diego Maradona in allen Belangen und wirkte nur in jener Szene gefährlich, als Chiellini im Strafraum Stürmer Ruud van Nistelrooy mit einem Body-Check abräumte. Doch Schiedsrichter Vink pfiff den fälligen Penalty nicht.

Profitiert St. Petersburg von Real-Niederlage?

Während der italienische Rekordmeister damit nach zweijähriger Absenz wieder im Achtelfinal der Königsklasse steht, muss Real nun wieder zittern. Denn mit einem 2:0-Erfolg gegen Borisow meldete sich Uefa-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg in der hochkarätigen Gruppe H zurück.

Porto machte einen wichtigen Schritt

Dynamo Kiew musste zuhause einen herben Rückschlag hinnehmen. Die Ukrainer verloren trotz Führung gegen Porto 1:2. Die Gäste machten damit einen wichtigen Schritt vorwärts und überholten Kiew in der Tabelle.

Arsenal (mit Johan Djourou) schaffte es trotz Überlegenheit nicht, Fenerbahce Istanbul zu bezwingen und müsste sich im heimischen Emirates Stadium mit einem 0:0 begnügen. Wenn die Londoner ihr Zwischentief nicht überwinden, könnten sie in den beiden verbleibenden Runden noch von Porto und Kiew überholt werden.

Bayern und Lyon auf Achtelfinal-Kurs

In der Gruppe F konnte sich Fiorentina trotz des Führungstreffers von Adrian Mutu nicht gegen Bayern München durchsetzen. Tim Borowski glich für den Deutschen Meister in der 78. Minute aus. Es war ein glückhafter Punktgewinn für die Gäste. 78 Minuten lang beherrschten der schwungvolle Serie-A-Vertreter das Duell, vergab diverse hochprozentige Chancen, ehe ihm die Kontrolle entglitt. In der Schlussphase vergaben Klose und Kroos gar um Haaresbreite den Siegtreffer.

Die Münchner und Lyon, das gegen Steaua Bukarest 2:0 gewann, sind damit auf Achtelfinal-Kurs - Fiorentina hat bereits fünf Punkte Rückstand.

Manchester Uniteds später Lohn

Manchester United (1:1 gegen Celtic Glasgow) und Villarreal (2:2 in Aalborg) wurden in der Gruppe E in Schach gehalten. Die punktgleichen Spitzenteams verpassten damit den vorzeitigen Einzug in die Achtelfinals.

Manchester war ohne sein zu Beginn im Hinblick auf den Hit gegen Arsenal geschontes Topsturm- Duo Berbatov/Rooney (6 CL-Tore in dieser Saison) praktisch nur nach Eckbällen gefährlich. Alle vier Corner der ersten Halbzeit führten zu einer Erhöhung der Aktivitäten in Celtics Strafraum. Ansonsten stellte sich Manchester United trotz klarer Feldüberlegenheit und viel mehr Ballbesitz in der intensiven und stimmungsvollen «Battle of Britain» allzu kompliziert an.

Celtic nützte die Unentschlossenheit resolut und mit etwas Glück aus. Die Schotten kamen nach 193 Minuten der Champions League als letztes der 32 Teams endlich zum ersten Plustor. Scott McDonald überlobte Manchesters Europacup-Debütanten Ben Foster auf sehenswerte Weise.

Weil auch Celtics ansonsten tadelloser Goalie Artur Boruc ungenügend klärte, kam Manchester United sechs Minuten vor dem Ende zum verdienten Ausgleich. Der Pole liess einen harten Schuss von Cristiano Ronaldo abprallen, Ryan Giggs köpfelte den Ball ins verwaiste Tor. In der Nachspielzeit hätte der zur Pause eingewechselte Berbatov Manchesters 2:1 erzielen müssen. Der bulgarische Topskorer blieb für einmal aber ohne Réussite. Weil Villarreal in Aalborg nur 2:2 spielte, hat auch Celtic noch eine Chance, die Runde der letzten 16 zu erreichen. Die in Spanien seit 15 Spielen ungeschlagenen «Yellow Submarines» kassierten den Ausgleich neun Minuten vor Schluss durch ein herrliches Freistosstor von Anders Due.

si/str

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