«Das tut weh!»

Bei YB tun sich Trainer und Spieler schwer, Worte für dieses bittere Ende zu finden.

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Trainer Adi Hütter stand wie versteinert an der Seitenlinie, Sportchef Christoph Spycher auf der Tribüne konnte es nicht glauben. Das 0:0 wäre nicht ein Traumresultat gewesen, hätte für das Rückspiel aber bedeutet, dass noch alles offen ist. Und dann dieses Gegentor, dieses Geschenk von Nuhu in der Nachspielzeit. «Wir sind alle enttäuscht», sagte der YB-Trainer später. Auf das 0:1 angesprochen, sprach Hütter von einem Abstimmungsproblem, «das der Verteidiger wie der Torhüter mit Kommunikation besser hätten lösen müssen». Mehr wollte er dazu nicht sagen. Seine Mannschaft dürfe trotzdem stolz sein auf die Leistung, auch wenn die Aufgabe im Rückspiel sicher schwieriger sei. «Das tut weh», haderte auch Steve von Bergen mit diesem unglaublichen Gegentor. Jetzt seien er und seine Mannschaft gefordert, Pechvogel Nuhu schnell wieder aufzurichten. «Er muss jetzt schnell wieder nach vorne schauen, und wir müssen ihn dabei unterstützen.»

Ravets starke Antwort

Nach diesem bitteren Ende waren andere Aspekte des Abends kein grosses Thema mehr. Wie das Comeback Yoric Ravets, der trotz den Wirren um seine Abwanderungsabsichten das Vertrauen von Hütter erhalten hatte. «Er ist ein Schlüsselspieler, wichtig bei den Standards und bringt Kreativität in unser Spiel. Ich hatte keine Bedenken, ihn aufzustellen», begründete der YB-Trainer seinen Entscheid, wieder auf den 27-Jährigen zu bauen. Der Franzose wollte seinen Chef nicht enttäuschen, wie auch das Berner Publikum nicht. Schon nach 50 Sekunden setzte er erstmals zum Abschluss an, war rasch einer der Aktivposten in der YB-Offensive. Später hatte er noch weitere Abschlüsse, die aber keinen Ertrag brachten. Nach 73 Minuten war Ravets Arbeitstag zu Ende. Vom Publikum gab es verdienten Applaus für sein Engagement, an dem es nichts zu bemängeln gab.

Zu bemängeln gab es nicht viel – bis auf die fehlende Effizienz und auf diesen einen ärgerlichen, sehr teuer bezahlten Aussetzer kurz vor Schluss.

Der Bund

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