«Das Schlimmste, was passieren konnte»

Die Weltmeisterliga ist in der Champions League nur noch durch die Bayern vertreten. Nach Schalke und Leverkusen erwischte es nun auch Dortmund. Die Stimmen.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Während die Bayern mit Schachtar Donezk kurzen Prozess machten, Schalke gegen Real Madrid und Leverkusen gegen Atlético Madrid fast bis zur letzten Sekunde immerhin noch hoffen durften, hatte Borussia Dortmund in den Achtelfinals der Champions League gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin nicht den Hauch einer Chance und schied mit dem Gesamtskore von 1:5 sang- und klanglos aus.

Nach der 0:3-Heimniederlage gegen die Italiener wollten die Borussen denn auch nichts schönreden und gingen mit sich selbst schonungslos ins Gericht. «Das war ein Spiel zum Vergessen. Das frühe Gegentor war das Schlimmste, was passieren konnte», erklärte BVB-Trainer Jürgen Klopp. Juve sei nicht nur clever gewesen, sondern habe auch einen richtig guten Fussball gespielt. «Wir sind kaum zu Abschlüssen gekommen. Wir waren insgesamt ein bisschen zu zögerlich, das hat sich durch das Spiel gezogen. Wir sind immer dem Ball hinterhergelaufen. Dann hat man im Viertelfinal nichts verloren. Wir sind zu Recht rausgeflogen.»

«Das war ein Schock»

Niedergeschlagen war auch Goalie Roman Weidenfeller: «Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen, kamen aber nicht in Schwung.» Ähnlich sah es auch Mittelfeldspieler Kevin Kampl: «Bis 20 Meter vors Tor haben wir ganz gut gespielt, aber dann haben wir zu oft noch mal den letzten Pass gesucht. Wir haben vielleicht zu viel klein-klein gespielt. Juve hat das mit seiner Routine dann richtig gut runtergespielt.»

Weltmeister Mats Hummels, der Dortmunder Abwehrchef, fand ebenfalls deutliche Worte. «Das frühe Gegentor war ein Schock. Der Schuss war ein schönes Pfund. Wir haben dann zwar zu unserem Spiel gefunden, aber konnten kaum Chancen kreieren. Irgendwann ist jeder Ball in den Rücken vom Mitspieler gekommen, und es hat gar nichts mehr gepasst.»

Und zu den Pfiffen der Fans zur Pause meinte Hummels: «Ich fand nicht, dass es nach der ersten Halbzeit einen Grund für die Fans gab zu pfeifen. Das wär nach der zweiten Halbzeit angebracht gewesen, aber da kam dann nichts. Die zweite Halbzeit war unterirdisch.»

DerBund.ch/Newsnet

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