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«Das schlechteste Real der Geschichte»

Die Königlichen sind längst nicht mehr königlich. Trainer Zidane wirkt ratlos, Superstar Ronaldo frustriert. Ist die Saison noch zu retten?

Nichts geht mehr: Cristiano Ronaldo steckt mit Real Madrid in einer tiefen Krise.
Nichts geht mehr: Cristiano Ronaldo steckt mit Real Madrid in einer tiefen Krise.
Keystone

«Vom besten Team der Welt zum schlechtesten Real Madrid der Geschichte in nur sechs Monaten» – so fasst die Sportzeitung «Marca» den Niedergang des letztjährigen Meisters und Champions-League-Siegers zusammen. Gewinnt der FC Barcelona heute Nachmittag das Stadtderby gegen Espanyol, liegt Real nach der 22. Runde schon 21 Zähler hinter dem Erzrivalen. Das, schreibt die «Marca», müsse jeden Madrilenen maximal schmerzen.

Beim 2:2 gegen Levante am Samstagabend sei eine Woche nach dem starken 4:1 beim FC Valencia wieder das normale, das stolpernde Real Madrid dieser Saison zu sehen gewesen. Es mangle an Treffsicherheit, defensiver Ordnung und Intensität. Die Signale, die Zidanes Team aussende, seien unheilvoll. Das Fazit der Zeitung: «Im Santiago Bernabéu hat sich die Angst eingenistet.» Die Angst vor einer nicht nur titellosen, sondern auch blamablen Saison. Einzig die Titelverteidigung in der Champions league könnte die Bilanz noch retten. Am 14. Februar findet in Madrid das Achtelfinalhinspiel gegen Paris St-Germain statt, das Rückspiel ist auf den 6. März angesetzt.

Trainer Zinédine Zidane wirkt ratlos. «Diese Saison ist schwierig für uns. Wir schaffen es nicht, drei, vier gute Resultate am Stück zu erzielen», sagte er nach dem Levante-Spiel und fügte an: «Nun müssen wir noch härter arbeiten. Das ist Fussball, jeder Gegner kann einem Schwierigkeiten bereiten.» Zu seiner Zukunft will sich Zidane nicht mehr äussern: «Ich denke nur an das nächste Spiel.» Zuvor hatte er gemutmasst, sein Job stehe gegen Paris St-Germain auf dem Spiel, diese Einschätzung aber wieder zurückgenommen.

Superstar Cristiano Ronaldo, dessen Salär ab der kommenden Saison von 21 Millionen auf 30 Millionen Euro netto angehoben werden soll, gab eine ganz schlechte Figur ab gegen Levante. Stets ärgerte er sich über etwas – über den Gegner, den Schiedsrichter und schliesslich über sich selbst. Nach 81 Minuten war sein Arbeitstag vorüber. Weil Trainer Zidane mit einem defensiv stärkeren Spieler das 2:1 absichern wollte. Der zweite Gegentreffer fiel dennoch. Sehr zum Ärger von Captain Sergio Ramos, der seine Teamkollegen zusammenstauchte. Ronaldo schüttelte draussen nur noch den Kopf.

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