Basislager in Rom, Testspiele in Katar

Der erste EM-Fahrplan ist fix: Die Schweizer Nationalmannschaft wird sich in Bad Ragaz vorbereiten. Das Hauptquartier während des Turniers schlägt sie in Rom auf.

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Es ist jetzt schon so sicher wie das Amen in der Kirche: Das Turnier 2020 wird eine Vielflieger-EM. Denn die Euro im kommenden Sommer findet nicht wie bisher in einem oder maximal zwei Ländern, sondern in 12 Städten in ganz Europa statt. «Romantisch» nannte der abgesetzte Uefa-Präsident Michel Platini seine gewöhnungsbedürftige Idee zum 60-Jahr-Jubiläum der Europameisterschaft. Die Schweiz muss in der Gruppenphase gegen Italien, Wales und die Türkei spielen. «Eine nicht ganz einfache, aber machbare Gruppe», sagt Nationaltrainer Vladimir Petkovic. «Rein logistisch haben wir aber die schwierigste Gruppe gezogen.» 7000 bis 8000 Kilometer werden die Schweizer allein in der Vorrunde im Flugzeug zurücklegen.

KatarSchweizer Auftakt ins EM-Jahr

Die Schweizer tragen zwei Gruppenspiele (13. Juni gegen Wales und 21. Juni gegen die Türkei) in Baku aus. Dazwischen spielen sie in Rom gegen Italien (17. Juni). Aber die erste Reise steht schon im März an. Zum Auftakt ins EM-Jahr geht es ab in die Wüste. Die Nationalmannschaft wird – die Bestätigung des katarischen Organisators steht noch aus – zwischen dem 23. und 31. März in Doha gegen Portugal, Kroatien und Belgien spielen. Jedes Team soll à la Final-Four-Turnier zwei Spiele austragen. Für diese Art Werbung zahlt der WM-Ausrichter 2022 eine nicht unerhebliche Summe. Ein weiterer Vorteil: Die SFV-Verantwortlichen können sich ein erstes Bild über die Begebenheiten, Stadien und die Atmosphäre im Wüstenstaat machen.

Nationalmannschafts-Direktor Pierluigi Tami zu den Vorbereitungsspielen vor der EM. (Video: E. Tedesco)

Bad RagazTrainingslager im Kurort

Am 25. Mai – exakt 20 Tage vor dem ersten Gruppenspiel – nimmt das Nationalteam im Grand Resort Bad Ragaz (SG) die Vorbereitung auf. Das führende Wellbeing & Medical Health Resort Europas besteht aus den beiden Fünf-Sterne-Hotels Grand Hotel Quellenhof & Spa Suites und Grand Hotel Hof Ragaz sowie dem Palais Bad Ragaz und hat viel Erfahrung mit Fussballmannschaften. Während Borussia Dortmund, Liverpool und West Ham die Vorzüge des Kurortes mit Güte-Qualitätssiegel geniessen, ist es für die Schweizer Nationalmannschaft der erste Aufenthalt in Bad Ragaz. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und von BVB-Coach Lucien Favre lobten stets den perfekten Rasen der Rii-Au, dem Platz des FC Bad Ragaz, wo auch die Nationalmannschaft trainieren wird.

Teammanager Damien Mollard sagt, was für Bad Ragaz den Ausschlag gab. (Video: E. Tedesco)

«Die Regenerationsmöglichkeiten rund um das 36.5°C warme Thermalwasser, das aus der Tamina-Schlucht direkt ins Resort fliesst, und die medizinische Kompetenz unseres Hauses bieten perfekte Rahmenbedingungen, um an der EM punkten zu können», sagt CEO Patrick Vogler. Vor der EM wird die Schweiz am 31. Mai in Basel gegen Deutschland testen und zum Abschluss am 4. Juni in St. Gallen ein Länderspiel gegen Liechtenstein absolvieren. Am 8. Juni fliegen die Schweizer ab Zürich nach Baku.

Für die Unterkunft und Trainingsmöglichkeiten in Baku muss der SFV noch zwei Entscheide der Delegationen von Wales und der Türkei abwarten. Die Entscheidung soll bis Ende Woche feststehen.

RomBase-Camp im Land des Gegners

Nach dem Auftaktspiel gegen Wales reist die Nationalmannschaft am 14. Juni ins Basislager nach Rom. Wieso ausgerechnet Rom? «Mental ist es sicher interessanter für die Spieler, in Rom statt in Baku stationiert zu sein. Rom ist für die Familien nach den Spielen auch besser zu erreichen. Und wenn wir weiterkommen, hätten wir für die kommenden Aufgaben eine weniger weite Anreise», argumentiert Vladimir Petkovic.

In der italienischen Hauptstadt wohnt die Mannschaft im Hotel Sheraton Parco de’ Medici. Das 4-Sterne-Hotel ist vom Flughafen aus in kurzer Distanz zu erreichen und ist umgeben von Gärten. Ein 27-Loch Golfplatz und ein Aussenpool laden zum Entspannen und Abschalten zwischen den Spielen ein. Trainieren wird das Nationalteam auf dem Gelände Fulvio Bernardini der AS Roma.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic zur Wahl von Rom als Base-Camp. (Video: E. Tedesco)

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