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Das Kleid passt immer besser

YB schlägt nach konzentrierter Leistungen FC Luzern 4:1 - und baut dank den Patzern der Konkurrenz aus Zürich und Basel den Vorsprung aus.

Roger Assalé freut sich über das 1:0.
Roger Assalé freut sich über das 1:0.
Keystone
Yanick Schmid mit dem 1:1 - entgegen dem Spielverlauf.
Yanick Schmid mit dem 1:1 - entgegen dem Spielverlauf.
Keystone
Markus Babbel und Adi Hütter begrüssen sich vor dem Spiel.
Markus Babbel und Adi Hütter begrüssen sich vor dem Spiel.
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Eigentlich veränderte sich ja nichts. Aber so mancher Blick ging gestern Abend im Stade de Suisse nach dem Schlusspfiff genüsslich zum Totomat. YB hatte eben gegen Luzern gewonnen, souverän mit 4:1, und die Partien der Konkurrenten Basel (bei St. Gallen) und Zürich (in Lausanne) liefen noch ein paar Minuten länger. Basel stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage, verlor 1:2, und auch der FCZ liess beim 1:1 Punkte liegen. Das Bild an der Tabellenspitze bleibt unverändert. YB liegt vorne, und dass die Berner ihren Vorsprung aufs zweitplatzierte Zürich auf drei Punkte ausbauen konnten und nun gar sechs Zähler vor dem viertplatzierten FCB liegen, zeigt: Das Kleid des Leaders passt immer besser.

Begonnen hatte die Veranstaltung im Stade de Suisse animiert. Ohne falsche Scheu legte YB los, weit standen die Berner in der Hälfte der Luzerner, störten früh. Der Stil war beidseits eher rustikal, entsprechend sorgten Standardsituationen für Gefahr. Sulejmanis Freistoss donnerte rechts ins Tornetz - zum Leidwesen der YB-Fans nur von aussen.

Sowieso, Sulejmani. Im YB-Spiel ist er in diesen Wochen manchmal fast Alleinunterhalter, vom Tagesgefühl in seinem linken Fuss hängt vieles ab. Gesternwaren die Extremität und sein Besitzer mal wieder vorzüglich aufgelegt; Sulejmani war überall anzutreffen, kam über links, über rechts, durch die Mitte.Eckbälle tritt er seit dem Abgang vonYoric Ravet zum SC Freiburg von beiden Seiten, und gestern Abend war es mal wieder ein Sulejmani-Corner, der den Young Boys ein Tor bescherte: Assalé traf nach Nuhus Ablenker.

Beim Blick aufs Matchblatt fielen einem auf Luzerner Seite vor allem die Namen auf der Ersatzbank auf: Lustenberger, Juric, Christian Schneuwly -Akteure, die man bei den Innerschweizern eher in der Startaufstellung erwartete. Gefahr entstand auch bei den Gästen - Überraschung - wenn überhaupt, dann durch Standards, und so war es ein Freistoss, der den Ausgleich brachte (38.). Francisco Rodriguez trat ihnclever zwischen die Hoheitsgebietevon Abwehr und Torwart. YB-Hüter von Ballmoos und seine Vorderleute waren sich uneins - am Ende kam Sow gegen Schmid zu spät, von Ballmoos sahdabei nicht gut aus.

Zittern höchstens wegen Frische

Das Spiel blieb seiner Standard-Linie treu, denn fast mit dem Pausenpfiff ging YB wieder in Führung, wieder nach einem Freistoss Sulejmanis: Diesmal verlängerte Fassnacht und Nsame traf.

Wie erwähnt: Beim aktuellen Tabellenstand wandert der Blick bei YB nur zu gerne auf die Rangliste, auch während des Spiels. Das frühe 1:0 von St. Gallen gegen den FCB sorgte für ein Raunen im Stadion, während der FCZ mit der Führung in Lausanne deutlich wenigerRegung erzeugte. Dass die Young Boys in ihre Leaderrolle immer besser hineinwachsen, zeigte sich im zweiten Durchgang: Dominant, gar noch etwas spielfreudiger zog YB Richtung Heimsieg.Mit einem Doppelwechsel korrigierte FCL-Trainer Babbel in der 68. Minute seine Startaufstellung, brachte Captain Lustenberger und Stürmer Juric, und für kurze Zeit hatte Luzern Oberwasser.

Dass der Grossteil der 13 341 Zuschauer höchstens noch wegen der Herbstfrische zittern musste, dafür sorgte Fassnacht - sein 3:1 entschied die Partie, Joker Ngamaleu setzte wenigspäter mit dem 4:1 den Schlusspunkt. «Vielleicht war er ein, zwei Tore zu hoch, aber verdient war dieser Siegallemal», resümierte Trainer Hütter. Ihm bereiteten die gefährlichen Standards seines Teams Freude, «die sindbei uns schon länger besser». Zu Hause gewinnen, während die Konkurrenz in der Fremde patzt: Der Spielplan meint es momentan ganz gut mit YB. Unangenehme Auswärtsaufgaben warten aber auch noch auf die Berner - eine erste am Sonntag bei Sion.

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