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«Das ist richtig, richtig bitter»

Der Hamburger SV steigt erstmals in die 2. Liga ab. Die Reaktionen im traurigsten Moment der Vereinsgeschichte.

Nun ist es so weit: Den HSV hat es erwischt. (Video: AFP/Tamedia)

Die Bezeichnung «Bundesliga-Dino» gilt nicht mehr für den Hamburger SV. Am 12. Mai um 17.20 Uhr MEZ stand es fest, dass sich die Hanseaten nicht mehr aus ihrer unangenehmen Situation befreien konnten und nach 55 Jahren Zugehörigkeit zur obersten Spielklasse Deutschlands verabschieden mussten.

HSV-Legende Uwe Seeler meinte bei bild.de: «Ich bin sehr traurig. Ich gehe aber weiterhin zu den Spielen.» Hamburgs Verteidiger Kyriakos Papadopoulos gab sich selbstkritisch: «Die Enttäuschung ist riesengross. Wir sind selbst schuld. Der Trainer kam zu spät.» Dieser Meinung war auch Seeler, der im TV-Sender Sky sagte: «Der Abstieg hätte wohl abgewendet werden können, wenn Christian Titz früher verpflichtet worden wäre. Er hat gut mit der Mannschaft zusammen gearbeitet. Wir haben zig Trainer gehabt. Man sieht ja auch, dass das nicht gut war.» Immerhin: Titz wird das Team auch in der 2. Liga betreuen.

Unrühmliches Ende: HSV-Chaoten sorgen kurz vor Schluss für einen Spielabbruch. (12. Mai 2018)
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Eine Vielzahl von Feuerwerkskörpern und bengalischen Kerzen werden gezündet.
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Erleichterung in Wolfsburg bei Spielern und Anhang. Aber: Die Relegationsspiele werden happig.
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Selim Südheimer/Getty
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Die Botschaft aus der Schweiz

Captain Gokotu Sakai gestand im nationalen deutschen Boulevardblatt unter Tränen: «Das ist richtig, richtig bitter. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Gas gegeben. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass wir bis zum Ende dran geglaubt und gekämpft haben.» Immerhin schöpft Sakai für die Zukunft Mut und lässt verkünden, dass er auch nach der Relegation dem HSV treu sein werde.

Der ehemalige HSV-Stürmer Mladen Petric, der in seiner Karriere auch für GC und Basel gespielt hatte, meldete sich mit einer emotionalen Botschaft auf Instagram zu Wort: «Hamburg... ich bin richtig stolz auf Euch und das solltet Ihr auch sein. Die Mannschaft hat bis zum Ende alles gegeben und fast noch das Unmögliche geschafft. ...So wie man in den letzten Wochen aufgetreten ist bin ich mir sicher das es nächste Saison wieder heisst: Der HSV ist zurück!»

Trainer Titz lobte bei Sky seine Mannschaft. «Ich empfinde Stolz für die Spieler, was sie in den letzten Wochen eingebracht haben, um das Wunder zu erreichen. In der Niederlage haben die Jungs Grösse gezeigt.» Im Moment sei eine grosse Enttäuschung bei ihm, denn er sei bis zum Schluss überzeugt gewesen, das Wunder zu schaffen. «Jetzt will ich alles sacken lassen und mir in ein paar Tagen Gedanken machen.»

Die Ruhepause dürfte kaum zu lange ausfallen. Denn die nächste Saison der 2. Bundesliga kommt bestimmt. Mit dem HSV als namhaftes Zugpferd.

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