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«Das IOC verhält sich wie ein Haufen Hausfrauen»

Fifa-Präsident Sepp Blatter geht nach den gegen seinen eigenen Verband erhobenen Korruptionsvorwürfen in die Offensive. Das Ziel seines Angriffs: das Internationale Olympische Komitee.

Bläst zum Angriff auf das IOC: Fifa-Präsident Sepp Blatter.
Bläst zum Angriff auf das IOC: Fifa-Präsident Sepp Blatter.
Keystone

Seit seinem Amtsantritt seien die Bilanzen des Weltfussballverbands transparent, beteuerte Blatter. «Das IOC dagegen verhält sich wie eine Hausfrau. Es erhält Geld und es gibt Geld aus», sagte er am Freitag am Rande des Asien Cups in Qatar. Beim IOC gebe es keinerlei Transparenz.

Ausserdem kritisierte er das IOC, in dem er selbst seit 1999 Mitglied ist, als elitäre Runde von Blaublütern. «Wenn man wissen will, wo es auf der Welt noch Prinzen, Prinzessinnen und Könige gibt, muss man sich nur die Mitgliederliste des IOC ansehen. Dort findet man eine Menge davon.»

«Einen können wir uns leisten»

Angesprochen auf die Tatsache, dass der jordanische Prinz Ali Bin al Hussein am Tag zuvor zum Fifa-Vizepräsident gewählt wurde, witzelte Blatter: «Einen können wir uns leisten».

Die Kritik des mächtigen Schweizer Funktionärs wird beim IOC sicherlich nicht gut ankommen - besonders in einer Zeit, wo der Fifa-Spitze Korruptionsermittlungen durch ebenjenes Komitee drohen. Die Ethikkommission des IOC geht Berichten des britischen Senders BBC nach, wonach drei langjährige Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees in den 90er Jahren Schmiergelder angenommen haben sollen. Blatter betonte, die Fifa-Regularien zur Ausmerzung von Fehlverhalten «funktionieren gut».

IOC weist Vorwürfe zurück

In einer ersten Reaktion wie das IOC Blatters Kritik als unbegründet zurück. Seit 1998 befolge man internationalen Standards und lege den Mitglieder - einschliesslich Blatter - detaillierte Angaben vor. Zudem gebe es alle zwei Jahre öffentliche Berichte, erklärte das IOC.

(dapd)

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