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Allardyce und die Reporter im Vorgarten

Der geschasste englische Nationaltrainer Sam Allardyce wird England zunächst einmal verlassen. Er bedauert zwar seinen Fehler, kritisiert aber auch die Journalisten.

«Einfach nur dumm»: Sam Allardyce erklärt den Skandal vor seinem Haus. (Video: AFP)

Er muss weg, so weit wie möglich. Und so sagt er das auch. «Ich werde erstmals ins Ausland gehen, mich erholen und über alles nachdenken», erklärte Allardyce dem Fernsehsender BBC. Der 61-Jährige musste nach nur einem Spiel als Trainer der Three Lions seinen Posten wieder abgeben. «Die Vereinbarung mit der FA wurde sehr einvernehmlich getroffen», sagte der 61-Jährige.

Auslöser war ein Bericht des «Daily Telegraph». Demnach soll Allardyce bei einem Treffen mit verdeckt recherchierenden Reportern Tipps zur Umgehung von Transferregeln gegeben haben. Die Journalisten hatten sich als Geschäftsleute ausgegeben und filmten heimlich mit. «Ich denke, es war dumm das zu machen. Hinterlist hat in diesem Fall gewonnen und das habe ich zu akzeptieren», erklärte der Trainer.

«Ich bedaure die unglückliche Situation, in die ich mich selbst gebracht habe». U21-Trainer Gareth Southgate wird das Team übergangsweise bis zum Jahresende übernehmen. «Gareth und dem kompletten Team wünsche ich das Beste», sagte Allardyce.

Martin Glenn, Generaldirektor des englischen Fussballverbandes FA, bezeichnete die Trennung von Allardyce als «schmerzhaften, aber richtigen Entscheid». «Es waren sehr schwierige 24 Stunden. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass Sams Verhalten unpassend war und nicht das ist, was wir von einem Nationalcoach erwarten», sagte Glenn weiter.

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