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Ein Flughafen für den Europameister

Wer künftig auf Madeira ankommt, landet auf dem «Aeroporto Cristiano Ronaldo». Das gefällt längst nicht allen.

Die Arbeiten für die Umbenennung sind in vollem Gang.
Die Arbeiten für die Umbenennung sind in vollem Gang.
Getty Images

Als Cristiano Ronaldo im Sommer mit der portugiesischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft gewann, wurde der Entscheid gefällt: Der Starstürmer soll in seiner Heimat endgültig verewigt werden. Nach diversen Orden, Auszeichnungen und sogar einer Statue soll der 32-Jährige nun einen eigenen Flughafen erhalten.

2014 wurde in Ronaldos Heimat Funchal eine Statue errichtet. Bild: Keystone
2014 wurde in Ronaldos Heimat Funchal eine Statue errichtet. Bild: Keystone

Ab Mittwoch wird der Flughafen der portugiesischen Insel Madeira, wo Ronaldo herkommt, den Namen «Aeroporto de Cristiano Ronaldo» tragen.

Von der Idee sind nicht alle Bewohner der Insel restlos begeistert. Obwohl sie Ronaldo verehren und für den besten Fussballer halten, haben rund 2500 Personen eine Petition unterschrieben, welche die Umbenennung des Flughafens verhindern will.

Die Petition stellt den direkten Nutzen für den Tourismus infrage. Ebenfalls wird ein Imageschaden befürchtet. Denn Ronaldo sei auch nur ein Mensch und könne in Zukunft Fehler machen, schreiben die Initianten auf der Website. Sollten diese Fehler seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit beeinträchtigen, wäre das besonders bedauerlich für die Region mit einem Flughafen, der nach ihm benannt ist.

Der Präsident der autonomen Region Madeira, Miguel Albuquerque, reagiert gereizt auf die Kritik: «Ich glaube, es ist eine Dummheit und ein Mangel an Respekt, diese Umbenennung infrage zu stellen», sagte er gegenüber einer portugiesischen Sportzeitung.

Trotz Petition ans portugiesische Parlament wird der Flughafen am Mittwoch umbenannt. Ronaldo soll dann vor Ort sein, denn Portugal spielt am Dienstagabend auf Madeira ein Testspiel gegen Schweden.

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