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BVB erlebt Debakel – und holt doch noch einen Punkt

Paderborn als Aufbaugegner? Nein, Dortmund blamiert sich in der ersten Halbzeit. Am Schluss reicht es aber dennoch für ein Remis.

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Am Boden: Der BVB blamiert sich in der ersten Halbzeit gegen Paderborn.
Am Boden: Der BVB blamiert sich in der ersten Halbzeit gegen Paderborn.
Keystone
Beim 3:0 zur Pause erzielt Mamba die ersten beiden Tore.
Beim 3:0 zur Pause erzielt Mamba die ersten beiden Tore.
Keystone
Fassungslos: Die BVB-Spieler können den Rückstand kaum glauben.
Fassungslos: Die BVB-Spieler können den Rückstand kaum glauben.
Keystone
Konsterniert: Lucien Favre ist sichtlich bedient.
Konsterniert: Lucien Favre ist sichtlich bedient.
Keystone
Ein bisschen jubeln konnten die Dortmunder allerdings trotzdem.
Ein bisschen jubeln konnten die Dortmunder allerdings trotzdem.
Reuters
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Roman Bürki verwirft nur noch die Hände, seine BVB-Teamkollegen blicken fassungslos Richtung eigenes Tor. Zu Gast ist Paderborn, mit vier Punkten aus elf Spielen am Tabellenende. Eigentlich ein guter Gegner, um nach der 0:4-Blamage bei den Bayern sich den Frust von der Seele zu schiessen, auch wenn mit etwas Verspätung. Doch es dauert keine fünf Minuten, da kommt schon der erste Nackenschlag. Nach einem Konter steht Streli Mamba alleine vor Roman Bürki und erzielt das 1:0 für die Gäste.

Ein Betriebsunfall? Nun, immerhin drückt Dortmund auf den Ausgleich, rennt an, hat zur Pause 63 Prozent Ballbesitz – schiesst aber kein einziges Mal aufs Tor. Ganz anders Paderborn: In der 37. Minute ist es wieder Mamba, der nach einem langen Pass entwischt und das 2:0 erzielt. Und kurz vor der Pause kommt es noch bitterer für Dortmund. Erneut verteidigt das Heimteam dilettantisch, dieses Mal überläuft Gerrit Holtman Julian Weigl (er verdrängte den Schweizer Manuel Akanji auf die Bank), darf auf Bürki zulaufen und erwischt den Schweizer Goalie mit einem Schuss zwischen den Beinen.

Als wäre der peinliche Rückstand nicht genug, muss Stürmer Paco Alcacer mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Zwar kann er selber vom Platz humpeln, die Tränen in den Augen dürften Favre allerdings ähnlich grosse Sorgen bereitet haben, wie das desaströse Halbzeitresultat. Nach der Partie sagt Marco Reus: «Ich möchte mich bei allen hier im Stadion für diese erste Halbzeit entschuldigen.» Eine Erklärung, wieso es zur gelbschwarzen Kernschmelze kam, hat der BVB-Captain nicht: «Keine Ahnung, was wir da fabriziert haben. Man hat sich richtig geschämt. So dürfen wir nie, nie wieder auftreten. Das war absolute Scheisse.» Immerhin gibt er seinem in der Öffentlichkeit angezählten Trainer Lucien Favre Rückendeckung: «Er ist nicht das Problem, sondern wir Spieler.»

Dann die Leistungssteigerung

Die zweite Halbzeit startet dann um einiges besser: Zwei Minuten nach Wiederanpfiff schiesst Jadon Sancho nach Vorarbeit des zur Pause eingewechselten Achraf Hakimi den Anschlusstreffer zum 1:3, Sekunden später vergibt Marco Reus den zweiten Treffer. Danach drückt Dortmund weiter, kommt unter anderem durch die ebenfalls zur Pause eingewechselten Thorgan Hazard und Julian Brandt zu guten Torchancen. Auf der Gegenseite hat Mamba die Gelegenheit zur Entscheidung, schiesst alleine vor Bürki dieses Mal allerdings am Tor vorbei.

Kurz vor Schluss allerdings nochmals Hoffnung für Dortmund: Nach einer Hereingabe trifft Witsel in der 84. per Kopf zum 2:3. Und in der 92. Minute der kollektive Jubel im Signal-Iduna-Park: Marco Reus erzielt per Kopf den Ausgleich. Alles gut also? Mitnichten, trotz der Aufholjagd wird das Team vom Dortmunder Publikum mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet.

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