Breitenrain trifft das Tor nicht

Für die Berner wäre bei der 0:2-Niederlage in der 2. Hauptrunde gegen Super-League-Vertreter St. Gallen vor 3500 Zuschauern mehr dringelegen.

Gute Stimmung, kein Ertrag: Breitenrains Kaua Safari (l.) im Duell mit St. Gallens Alain Wiss.

Gute Stimmung, kein Ertrag: Breitenrains Kaua Safari (l.) im Duell mit St. Gallens Alain Wiss.

(Bild: Keystone)

Nach 79 Minuten tauchte der eingewechselte Melo alleine vor Herzog auf, scheiterte aber am St. Galler Torhüter; acht Minuten später vergab Safari völlig freistehend eine optimale Kopfballmöglichkeit, und in der 89. Minute sah Portmann den Ball nach seinem wuchtigen Schuss knapp am Tor vorbeifliegen.

Es waren nicht die einzigen Torchancen, die sich der FC Breitenrain aus der Promotion League gegen St. Gallen herausspielte. Hätten die Berner nur eine dieser drei Möglichkeiten in der Schlussphase zum Anschlusstreffer nutzen können, auf dem Spitalacker wäre es nochmals zu Turbulenzen gekommen. Auch der neue Ostschweizer Trainer, Joe Zinnbauer, vermutete: «Wäre das 1:2 gefallen, wäre hier etwas los gewesen.»

So aber beschränkte sich St. Gallen während der zweiten Halbzeit auf das Verwalten des 2:0-Vorsprunges. Die beiden Tore hatte Tafer in der 10. und in der 43. Minute erzielt. Zinnbauer hatte sich entschieden, den französisch-algerischen Doppelbürger als Sturmspitze zu nominieren, und das zahlte sich aus.

Risiken ohne Ertrag

Für Breitenrains Ramon Egli, der auf der rechten Abwehrseite spielte und als ausgebildeter Stürmer jede Möglichkeit nutzte, um sich in der Offensive einzuschalten, war die Vorstellung seiner Mannschaft ein Spiegelbild dessen, was sie bisher in der Liga gezeigt hat. Dort ist der Quartierclub aktuell Letzter. Sie hätten versucht, gegen den Super-League-Vertreter mitzuspielen. «Das ist uns gelungen», konstatierte Egli, um konsterniert nachzuschieben, «aber wie in der Meisterschaft ist unsere Chancenauswertung ungenügend. Wir sind nach der Pause Risiken eingegangen, haben fast alles nach vorne geworfen. Wir hatten super Gelegenheiten, aber wir trafen das Tor nicht.»

Bei einer klaren Niederlage wäre das Ausscheiden leichter zu verarbeiten, fügte Egli an. «Jetzt aber überwiegt die Enttäuschung. Nun müssen wir uns auf das Tagesgeschäft konzentrieren.» Am Mittwoch kommt wieder der FC St. Gallen, diesmal aber das Nachwuchsteam zur Nachtragspartie in der Meisterschaft. «Da müssen wir unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren», betont Egli. «Auch wenn wir besser sind, als es die Tabelle zeigt.»

Betrieb wie am Burkhalter-Cup

Die offizielle Zuschauerzahl im Cup-Spiel wurde mit 3500 angegeben. Auf dem «Spitz» herrschte Betrieb wie jeweils am Burkhalter-Cup. Das Bier floss in Strömen, die Menschenschlangen am Wurststand waren lang. Auch Breitenrains Trainer Edvaldo Della Casa sprach von einem gelungenen Abend. Aber auch er haderte. «Ich hoffe dennoch, dass jetzt in der Meisterschaft bei den Spielern der Knoten platzt. Denn ausser der mangelnden Effizienz kann ich ihnen nichts vorwerfen.»

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...