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Blatters Pirouette

Einen Monat später ist alles anders: Die Fifa legt ihren Korruptionsreport offen. Zweifel an der WM-Vergabe bleiben.

«Heute bin ich ein glücklicher Präsident», sprach Sepp Blatter in Marrakesch. Foto: Matthew Childs (Pixathlon)
«Heute bin ich ein glücklicher Präsident», sprach Sepp Blatter in Marrakesch. Foto: Matthew Childs (Pixathlon)

Manche Fussballgrundsätze scheinen für die Ewigkeit: Der Schiedsrichter liegt falsch. England versagt an Turnieren. Der Fifa-Präsident wird wiedergewählt.

Manche gelten weniger lang. Im Fall eines Machtworts von Sepp Blatter lässt sich die Haltbarkeitsdauer auf den Tag genau berechnen: 31 Tage waren es. Am 18. November 2014 sprach der Präsident über den Korruptions-Report der Fifa-Ethikkommission, befragt von verbands­internen Medienleuten. Ermittler hatten untersucht, ob bei der Vergabe der WM 2018 und 2022 alles korrekt abgelaufen war. Der Bericht blieb bis auf eine kurze Zusammenfassung unter Verschluss, worauf vor allem europäische Politiker, Sportfunktionäre und Journalisten forderten, dass der ganze Bericht offengelegt werden müsse.

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