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«Babbel wollte den Druck von mir nehmen»

Eren Derdiyok blickt vor dem Nati-Spiel gegen Norwegen zurück auf die schwierige Zeit bei Hoffenheim und dem Unfall von Teamkollege Boris Vukcevic. Der Stürmer sagt, wie er auf die Krise reagiert.

«Das Verhältnis mit Markus Babbel ist immer noch gleich gut wie vorher»: Eren Derdiyok über seinen Trainer bei Hoffenheim. (Video: Sebastian Rieder)

Eren Derdiyok versteckt sich nicht. Auch in dunklen Zeiten stellt sich der Stürmer von TSG Hoffenheim vors Scheinwerferlicht der Kameras. «Nach den Höhen und Tiefen bin ich mit schönen Gefühlen eingerückt, die Nati tut mir immer gut», sagt Derdiyok vor dem Hotel in Feusisberg. Die positiven Emotionen richten sich bei ihm auf die nahe Zukunft: die WM-Kampagne mit der Schweiz, mit den Gegnern Norwegen und Island vor Augen. «Ich brenne auf die zwei Spiele, ich will ein Zeichen setzen, nachdem ich in Hoffenheim weniger gespielt habe. Ich will in der Nati voll angreifen und den ersten Schritt machen, damit ich wieder im Verein spielen kann.» Im Gegensatz zum Nationalteam gehört er bei seinem Verein nicht mehr zur Stammelf.

Nach einem für Derdiyok erfolglosen Saisonstart mit drei Niederlagen in Folge wurde er von Markus Babbel auf die Bank verbannt. Nach einer Phase des Zorns ist Derdiyok zur Einsicht gekommen, «dass der Trainer vielleicht ein wenig Druck von mir nehmen wollte». Druck, weil Babbel, der Derdiyok von Leverkusen nach Hoffenheim lotste, sich vom 24-jährigen Schweizer die offensive Offenbarung erhoffte. Derdiyok gibt sich selbstkritisch: «Ich konnte die ersten paar Spiele nicht so viel beitragen.» Hoffenheim schaute sich nach einer Alternative um und investierte in den zwei Jahre jüngeren Spanier Joselu. Die neue Konkurrenz hat das Vertrauen zu Babbel aber nicht erschüttert, das sagt zumindest Derdiyok. «Das Verhältnis ist immer noch gleich gut wie vorher.»

Der Unfall von Vukcevic

Zuletzt kam Derdiyok beim 0:2 gegen Bayern München eine halbe Stunde vor Schluss ins Spiel, blieb aber wie der Rest der Mannschaft wirkungslos. Die Gründe für die Krise sind facettenreich, einen Teil zur sportlichen Misere hat auch der fast tödliche Autounfall von Boris Vukcevic, Derdiyoks Zimmerkollege im ersten Trainingslager, beigetragen. «Man spürt schon, wie es einen runterzieht.» An die negativen Schlagzeilen über sich selbst hat er sich gewöhnt, nur den Vorwurf über seinen physischen Zustand möchte er aus dem Weg räumen. «Ich bin körperlich topfit.»

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