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Auch Wil und Rapperswil haben ihren Reiz

Morgen Samstag steigt für Witikon das grosse Cup-Fest gegen den Schweizer Meister FCZ. Weniger Losglück hatten die restlichen Zürcher Regionalklubs Regensdorf, Thalwil und Töss.

Amateure gegen Profis: Vor zwei Jahren zog sich der 3.-Ligist Herrliberg beim 0:6 gegen den FCZ vor 3600 Zuschauern achtbar aus der Affäre.
Amateure gegen Profis: Vor zwei Jahren zog sich der 3.-Ligist Herrliberg beim 0:6 gegen den FCZ vor 3600 Zuschauern achtbar aus der Affäre.
Keystone

Sieben Qualifikationsrunden hatte Regensdorf im Regionalcup gegen Zürcher 2.- und 3.-Ligisten überwinden müssen. Die Furttaler durften damit in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups auf einen attraktiven Gegner aus der Super League hoffen.

Doch daraus wurde nichts. Der Tabellenneunte der Gruppe 1 in der regionalen 2. Liga bekommt es morgen Samstag mit Rapperswil-Jona zu tun (Wisacher, 17 Uhr). Einen sportlich fast nicht zu bezwingenden und für die Zuschauer nur mässig interessanten Klub aus der 1. Liga. Der Präsident der Furttaler, Martin Wanner, nimmt es sportlich: «Im ersten Moment war ich schon enttäuscht», sagt er. Die St. Galler seien zwar ein sehr starker Gegner. «Doch wir werden über uns hinauswachsen.»

Mehr Losglück hatte hingegen Witikon. Der Quartierklub trifft auf den Schweizer Meister und Champions-League-Teilnehmer FC Zürich. Pikant daran: Der 3.-Ligist hatte sich zwar bereits in der 1. Runde des Regionalcups mit einer 6:7-Niederlage gegen das gleichklassige Neftenbach aus dem Wettbewerb verabschiedet, schaffte es aber Ende Saison dennoch als sogenannt fairstes Team des Fussballverbands Region Zürich (FVRZ) - erstmals in der Vereinsgeschichte - unter die letzten 64 Mannschaften aus der ganzen Schweiz. Dabei waren die Stadtzürcher in der Rangliste mit 25 Strafpunkten eigentlich nur die Zweitbesten hinter Schaffhausen II (20). Der 2.-Liga-Aufsteiger ist allerdings als zweite Mannschaft innerhalb des Vereins nicht teilnahmeberechtigt.

Das beste und fairste Team belohnen

Überhaupt ist der FVRZ der einzige Regionalverband in der Schweiz, der saisonal den fairsten Klub mit der Teilnahme an der 1. Hauptrunde belohnt. Das sei vor einigen Jahren ein Gesamtentscheid des Regionalvorstandes gewesen, weiss Patrick Meier. «Das beste und fairste Team soll im Schweizer Cup mitmachen können», begründet der Geschäftsführer des FVRZ die Modalitäten für die Qualifikation.

Meiers Worte werden auch von Martin Wanner getragen. «Im Sinne des Fairplays verstehe ich es», meint der Präsident von Regensdorf. Man müsse wohl solche Anreize schaffen. Ähnlich äussert sich Jérôme Oswald, der Spielertrainer von Thalwil. «Ich finde es positiv, wenn Fairness belohnt wird», sagt der 34-Jährige. Er habe schon oft negative Emotionen auf den Fussballplätzen gesehen. Vor allem in den unteren Ligen sei es teilweise schlimm. Oswald profitierte mit Thalwil im Vorjahr - wie jetzt Witikon - vom Fairplay-Reglement und konnte gegen den Challenge-League-Verein Gossau (1:3) sogar bis kurz vor Schluss auf eine Sensation hoffen.

In dieser Saison schaffte Thalwil erneut den Einzug in die 1. Hauptrunde, allerdings auf dem sportlichen Weg. Wie in der Vorsaison blieb für den interregionalen 2.-Ligisten aber der erhoffte zugkräftige Gegner aus. Oswald will dennoch nicht hadern. «Natürlich wären wir lieber an der Stelle von Witikon gewesen», sagt der frühere Spieler von Red Star. Doch der Gegner von morgen Samstag, Challenge-League-Vertreter Wil (Etzliberg, 16.30 Uhr), sei auch ein gutes Los. «Wil ist ein Traditionsverein, wurde im Jahr 2004 noch Cupsieger und ist weitaus besser als Gossau», sagt Oswald. Mit den 1.-Ligisten Tuggen oder Chur - das auf den zweiten Zürcher interregionalen 2.-Ligisten Töss trifft (Reitplatz, 17 Uhr) - wären zudem weitere nur schwer zu bezwingende Vereine als Gegner möglich gewesen.

Ärger über die Sperre von Hasic

Der Spieler-Trainer muss allerdings gegen Wil ausgerechnet auf seinen besten Torschützen Murat Hasic verzichten. Der Stürmer, der auf diese Saison hin von Goldau nach Thalwil gewechselt hat, war am Sonntag beim letzten Saisonspiel gegen Nordstern (3:2) nach einem Rencontre mit Abedin Thaqi gemeinsam vom Platz gestellt worden und erhielt nun wie sein Antipode zwei Sperren für das Vergehen.

Hasic habe nichts gemacht, ärgert sich Oswald über den Entscheid. Etwas Positives konnte Thalwils Teamverantwortlicher am Ausfall des 25-Jährigen dennoch abgewinnen. «Hasic war zuletzt angeschlagen und kann damit seine Verletzung auskurieren», so Oswald. Die Meisterschaft sei nämlich wichtiger, bekräftigt er.

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