Afum soll nun für YB die Tore schiessen

Einen Tag nach dem Abgang von Raúl Bobadilla stellten die Berner Samuel Afum (22) aus Ghana vor. Sportchef Fredy Bickel beschäftigen weitere Personalien.

Der neue YB-Stürmer: Samuel Afum.

Der neue YB-Stürmer: Samuel Afum.

Beim Trainingsbeginn der Young Boys gestern auf der Bodenweid in Bümpliz fehlte der neue Stürmer noch: Samuel Afum unterschrieb erst am Abend einen Vertrag über dreieinhalb Jahre bis im Sommer 2016. Der Mann, der am Heiligabend seinen 22. Geburtstag feierte, soll nach dem Wegzug von Raúl Bobadilla zum FC Basel nun für die Young Boys im Angriff wirbeln.

In Ägypten erzielte er mit dem SC Smouha in der Egyptian Premier League 14 Tore in 43 Spielen und servierte 6 Assists. Seit der Stadion-Katastrophe von Port Said im vergangenen Februar pausiert die Meisterschaft, und der SC Smouha brachte sich mit Testspielen über die Runden.

Der neue YB-Stürmer zählt zur Olympiaauswahl Ghanas und ist Vater einer sechs Monate alten Tochter. Afum kehrt nun in seine Heimat zurück, um private Dinge zu erledigen und dürfte voraussichtlich Ende nächster Woche erstmals mit YB trainieren.

Fünf Spieler fehlten

Zu den Abwesenden beim Trainingsauftakt zählten zudem Christoph Spycher, der nach einer Operation am langwierig entzündeten Knie rekonvaleszent ist. Ivan Benito, Goalie Nummer 2, befindet sich nach seinem Muskelabriss im linken Oberschenkel im Aufbautraining. Auf der Verletztenliste steht auch weiterhin der Kanadier Josh Simpson, dessen Schien- und Wadenbeinbruch nun rund sieben Monate zurückliegt.

Ebenfalls nicht dabei waren gestern die beiden Venezolaner Josef Martínez und Alexander González. Martínez weilt mit der U-20-Auswahl seines Landes an einem Turnier in Argentinien. González ist von den Ferien in Südamerika nach Bern zurückgekehrt. Doch nachdem er von einem Todesfall in seiner Familie erfahren hatte, entschied Trainer Martin Rueda gestern Morgen, dem aufgewühlten und traurigen Spieler frei zu geben.

«Nicht alles umkrempeln»

Für den neuen YB-Sportchef Fredy Bickel, der zusammen mit VR-Vize Werner Müller und Chefscout Stéphane Chapuisat das Training beobachtete, werden die nächsten Tage kaum ruhiger. «Der Umbau der Mannschaft wird einige Zeit dauern, wir arbeiten kontinuierlich daran. Aber ich werde jetzt nicht alles umkrempeln. Ich freue mich sehr, wieder bei YB zu sein, und ich habe dank der Beziehungen des Vereins bereits eine neue Wohnung in Bern gefunden.»

Das sagt Fredy Bickel zur Situation von YB im neuen Jahr.

Saisonziel: «Die Qualifikation für die Europa League ist ein Muss, Platz 4 ist also das Minimalziel. Das haben wir den Spielern am Freitag vor dem Trainingsstart nochmals deutlich gemacht.»

Stürmer Samuel Afum aus Ghana: «Ein sehr interessanter Spieler, mit 22 Jahren ist er noch jung und hat die Zukunft vor sich. Stéphane Chapuisat und seine Mitarbeiter haben ihn mehrmals beobachtet. Sein Transfer ist kompliziert, da ihn sein Verein nicht freigeben will. Es zeichnet sich ab, dass sich die Fifa bei der Bestimmung der Transfersumme einschalten muss. Afum hat bereits schriftlich bei der Fifa den Sachverhalt dargelegt.»

Stürmer Toto Tamuz aus Israel: «Tamuz wurde von Chapuisat ebenfalls beobachtet, doch er ist kein Thema mehr für uns. Wir suchen noch einen zweiten Stürmer, und es wird wahrscheinlich auch ein Ausländer sein. Denn Schweizer Offensivspieler, die unseren Anforderungen entsprechen und in unser Budget passen, sind zurzeit nicht verfügbar.»

Elsad Zverotic: «Wir rechnen fest mit ihm, und Elsad pokert auch nicht mit einem Vereinswechsel. Doch ein Club aus der französischen Ligue 1 zeigt Interesse. Deshalb bin ich vorsichtig und wappne mich. Sollte Zverotic gehen, haben wir im zentralen Mittelfeld Bedarf.» – Anmerkung der Redaktion: Interesse bekundete Evian. Doch gestern meldete Zverotics Berater, dass der Wechsel nicht zustande kommt und er davon ausgehe, dass Zverotic die Rückrunde mit YB spiele.

Matias Vitkieviez: «Es gibt Gespräche mit Servette, Vitkieviez möchte nach Genf zurückkehren. Und wir wollen das Kader etwas verkleinern, nachdem wir im Schweizer Cup und in der Europa League nicht mehr dabei sind.»

Der Bund

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