Adi Hütter: «Wir brauchen ein perfektes Spiel»

Kann YB am Dienstagabend gegen Gladbach seine Verletzungsprobleme kaschieren?

Adi Hütter muss auch gegen Gladbach auf etliche Spieler verzichten.

Adi Hütter muss auch gegen Gladbach auf etliche Spieler verzichten.

(Bild: Keystone)

Es sei nicht so, dass YB bereits auf dem «Zahnfleisch» laufe, meinte Adi Hütter nach dem 4:1-Sieg vor 10 Tagen gegen Thun. Damals wusste der YB-Trainer noch nicht, dass Sékou Sanogo wegen eines Muskelfaserrisses für 6 bis 8 Wochen ausfällt und auch Abwehrchef Steve von Bergen wegen muskulärer Probleme passen muss.

Nach dem Wegzug von Florent Hadergjonaj zu Ingolstadt ist die Defensivabteilung von YB personell weiter geschrumpft. Und vorne fällt Alexander Gerndt für Monate aus. Für das Hinspiel in der Qualifikation der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend ist Hütter deshalb gezwungen, einmal mehr auf bewährte Fachkräfte zu verzichten.

Und er bekennt auch, dass es mittlerweile ein recht ambitiöses Unterfangen sei, «mit einem schmalen Kader in den drei Wettbewerben Champions-League-Qualifikation, Meisterschaft und Cup die Balance zu finden».

Die Frage, ob YB nicht auf dem Transfermarkt sofort hätte aktiv werden sollen, beantwortet Hütter ausweichend. «Jetzt hatten wir Pech mit Verletzungen. Ob es allerdings Sinn gemacht hätte, einen Panik-Transfer zu tätigen, weiss ich nicht. Bevor wir jemanden holen, der nicht hundertprozentig und sofort helfen kann, macht ein Transfer keinen Sinn.»

So stellt sich vor dem Spiel gegen die Gladbacher wieder einmal die zentrale Frage, ob YB in der Lage sein wird, defensiv entgegenzuhalten, sodass die Chance für die Champions League vor dem Rückspiel noch intakt ist. In offensiver Hinsicht sind die Berner immer für ein Tor gut. Hütter spricht von einem «perfekten Spiel», das notwendig sei. Und das bedeutet, am Dienstag im Stade de Suisse kein Gegentor zu kassieren.

Wie genau die Abwehrformation aussehen wird, liess der Österreicher offen. Der Einsatz von Steve von Bergen bezeichnete er als «sehr fraglich». So dürften Milan Vilotic und Alain Rochat morgen im Zentrum der Viererkette verteidigen. Eine Möglichkeit wäre zudem, im 3-4-3 zu spielen, wie am vergangenen Mittwoch in Basel. Dann käme auch Gregory Wüthrich zum Zuge.

Keine Vorgabe vom Besitzer

Hütter hofft, dass der Kunstrasen und die Tatsache, dass die Bundesliga noch nicht in die neue Saison gestartet ist, zum Vorteil für die Young Boys werden. Eine Vorgabe seitens YB-Besitzer Andy Rihs zu diesen Qualifikationsspielen gebe es nicht, sagte Hütter auf eine entsprechende Frage. «Das brauchen wir nicht.» 2200 Tickets sind an den lokalen Verkaufsstellen noch verfügbar. YB rechnet am Dienstagabend mit einem ausverkauften Stade de Suisse.

Der Bund

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