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Abgeklärtheit als erste Pflicht

Nach Saif Ghezals Fehler im Hinspiel gegen Brügge ist die YB-Abwehr heute beim Rückspiel in Belgien besonders gefordert.

Jubelnder Belgier: Solche Szenen will die YB-Abwehr heute Abend in Brügge verhindern.
Jubelnder Belgier: Solche Szenen will die YB-Abwehr heute Abend in Brügge verhindern.
Keystone

Für YB-Trainer Vladimir Petkovic ist die Sache einfach: «Wir müssen ein Tor mehr schiessen als der Gegner. Dann stehen wir in der nächsten Runde», sagt er vor dem heutigen Uefa-Cup-Rückspiel gegen den FC Brügge. Im Hinspiel in Bern hatten sich die Belgier mit dem 2:2-Unentschieden eine gute Ausgangslage verschafft. Petkovic weiss vor der Begegnung in Brügges Jan-Breydel-Stadion um die Offensivqualitäten seiner Mannschaft, weniger sicher präsentierte sich in seinem 3-4-3-System bislang die Abwehr.

Nur zwei Mal in Petkovics Amtszeit ist es der Mannschaft bisher gelungen, «zu null» zu spielen. Beim 3:0-Meisterschaftssieg in Luzern und vor knapp zwei Wochen, als der FC Ibach in der ersten Runde des Schweizer Cups mit 6:0 besiegt wurde. Immerhin darf hier angeführt werden, dass YB womöglich auch am Sonntag, beim 2:1-Sieg in Basel, ohne Gegentreffer geblieben wäre, wenn Schiedsrichter Kever vor dem Basler Anschlusstreffer die regelwidrige Intervention von Torschütze Marcos Gelabert gegen YB-Verteidiger Miguel Portillo als Foul geahndet hätte.

Ghezals schlaflose Nacht

An diese Situation in Basel denkt Portillo vor dem Spiel in Brügge nicht mehr. Vielmehr schöpft er aus dem Auftritt der Berner beim Schweizer Meister Zuversicht: «Wir müssen genauso kompakt agieren wie im St.-Jakob-Park, dann werden wir auch Brügges Angreifern Schwierigkeiten bereiten.» Ausserdem sei es wichtig, konzentriert zu sein und keine Fehler zu begehen.

Portillo weiss, wovon er spricht. Im Hinspiel gegen Brügge unterlief Abwehrchef Saif Ghezal ein schwerwiegender Lapsus, den Brügges Torjäger Wesley Sonck zum Ausgleich zum 1:1 nutzte. «Ich habe daraufhin in der Nacht gar nicht gut geschlafen», sagt der Tunesier. «Die Szene ging mir immer wieder durch den Kopf, weil sie dazu führte, dass unsere Ausgangslage heute nicht optimal ist.» Mittlerweile aber habe er den Patzer verdrängt. «Vor dem Spiel heute darf das kein Thema mehr sein.» Zuspruch erhält Ghezal von seinem Abwehrpartner Portillo. «Ein solcher Fehler ist schon vielen Fussballern passiert. So unglücklich es war, wir beschäftigen uns nicht mehr damit.» Allerdings räumt der Argentinier ein, dass der Aussetzer das Team im Hinspiel hart getroffen habe. «Nach dem guten Beginn wurde es für uns immer schwieriger. Brügge fand dank des Treffers besser ins Spiel.»

Respekt vor der Stimmung

Heute müsse das ganze Team sorgfältiger agieren als er in jener Situation, sagt Ghezal. Vor allem für die Abwehrspieler gehe es auch darum, wenn nötig ein wenig das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, um die Lage zu beruhigen. «Ich habe gehört, die Atmosphäre in Brügge könne ganz schön hitzig werden. Gerade in diesem Fall wird es für uns wichtig sein, die Ruhe zu bewahren und so vorausschauend wie möglich zu spielen.» Setze YB das um, werde es für das Team diesmal keine bösen Überraschung geben.

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