Zürich ist der Nabel der Fussballwelt

National steht Zürich fussballtechnisch im Offside. Doch international ist der Fokus heute auf die Stadt gerichtet. Die Fifa kürt die Jahresbesten im Kongresshaus.

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David Wiederkehr@DavidWiederkehr

Es sind schwierige Zeiten für den Fussball in Zürich. GC, der einst noble Rekordmeister, serbelt und droht mit dem Wegzug aus der grössten Schweizer Stadt. Er mag nicht im Leichtathletikstadion Letzigrund spielen oder zumindest nicht die festgelegte Miete dafür bezahlen. GC hat darum den Vertrag gekündigt, ohne eine vernünftige Alternative zu haben. Der Hardturm wiederum liegt längst brach, und aus der Ruine wird innert nützlicher Frist kein neues Stadion entspringen. Kurz: Die Möchtegern-Weltstadt spart sich den Fussball.

Gottlob gibt es die Fifa. Seit 1932 regiert der Weltverband von Zürich aus, und seit 1991 kürt er hier die besten Fussballer der Welt, seit 2001 auch die besten Frauen – dazu den Trainer des Jahres und das Tor des Jahres. Heute ist es wieder so weit. Bei den Männern wird es einer aus einem Barcelona-Trio sein: Xavi Hernandez, Andres Iniesta oder Lionel Messi. Und bei den Frauen ein Duell zwischen den Deutschen Birgit Prinz und Fatmire Bajramai sowie Brasiliens Dauersiegerin Marta. Ab 17 Uhr liegt der rote Teppich vor dem Kongresshaus, um 19 Uhr beginnt die Show. Und angesichts der erwarteten Prominenz wird deutlich: Zürich mag nicht die wichtigste Fussballstadt der Schweiz sein. Die wichtigste der Welt ist sie allemal.

Tages-Anzeiger

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