YB will mit Silberbauer in goldene Zukunft

Am Tag nach der 1:2-Niederlage in Zürich präsentierten die Young Boys den 19-fachen dänischen Nationalspieler Michael Silberbauer vom FC Utrecht als Zuzug für die neue Saison.

Michael Silberbauer posiert mit dem YB-Dress im Stade de Suisse. (pd)

Michael Silberbauer posiert mit dem YB-Dress im Stade de Suisse. (pd)

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Der Zeitpunkt war nicht schlecht gewählt, vielleicht war es gar Strategie, um ein bisschen von der peniblen 1:2-Niederlage beim FC Zürich in der Dienstagnacht abzulenken. Und so präsentierten die Young Boys gestern Mittwoch nach der Verpflichtung des Abwehrspielers Elsad Zverotic vom FC Luzern Ende Januar bereits einen zweiten Spieler für die kommende Saison. Sein Name klingt gar ein bisschen nach Poesie – Michael Silberbauer. Doch der 19-fache dänische Nationalspieler ist kein Ballzauberer für die Galerie, er gilt als harter Arbeiter und Führungsspieler. Der 29-jährige Defensivspieler vom FC Utrecht ist eine klassische Nummer 6, «ein Defensivorganisator», wie Ilja Kaenzig sagt.

Den YB-Chef drängt es, für die Zukunft zu bauen, nachdem den Young Boys in den restlichen sieben Runden nicht viel mehr bleibt, als «um die goldene Ananas zu spielen», wie es Kaenzig gestern formulierte. «Wir haben den Titel und Platz 2 nicht am Dienstag im Letzigrund verloren, sondern in der Vorrunde, als wir zeitweise sehr schlecht spielten. Doch man hofft natürlich immer. Nun sind wir im Titelkampf der Super League nur noch Zuschauer und das tut weh. Denn wir müssen uns auf die restlichen Spiele genauso hart vorbereiten, wie wenn wir immer noch im Meisterrennen wären.»Ohne defensive Stabilität kann man keine Titel gewinnen und Silberbauer hat sich den Ruf erarbeitet, für die Mannschaft zu arbeiten. Er ist ein Spieler, dem immer dann eine Schlüsselrolle zukommt, wenn die eigene Mannschaft nicht in Ballbesitz ist. Kaenzig sagt: «Auf dem Spielfeld fällt er nicht besonders auf. Aber wenn er fehlt, dann merkt man es.» Vor rund vier Monaten haben die Young Boys damit begonnen, sich um Silberbauer zu bemühen. Die Tatsache, dass er ohne Ablöse wechselt, war ein weiterer Aspekt. Kaenzig weilte vor Wochen in Holland auf Beobachtungstour und vor einem Monat war Silberbauer mit seiner Freundin in Bern, um sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Mit der Verpflichtung von des Dänen will man sich bei YB auch auf einen möglichen Abgang von Thierry Doubai wappnen, der unter anderen von Werder Bremen beobachtet wird. Auch Senad Lulic könnte ein Thema bei den Hanseaten werden, vermutet Kaenzig.

Kaenzig: Noch zwei, drei Spieler

Gestern schaute Silberbauer aus der Präsidentenloge im Stade de Suisse dem Training seiner zukünftigen Teamkollegen zu, nachdem er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben hatte. Bei Vertragsende wird er fast 35 Jahre alt sein. «Ich suchte nach einer neuen Herausforderung. Ich hatte mit dem FC Kopenhagen mehrere Titel gewonnen, doch beim FC Utrecht hat man diese Ambitionen nicht», sagte der Däne. «YB hat diese Ambitionen, das wurde mir nach den Gesprächen mit Herrn Kaenzig klar.» Seit drei Jahren spielt Silberbauer bei den Holländern, seit anderthalb Jahren amtet er als Captain. 2009 wurde er zum beliebtesten Utrecht-Spieler erkoren. Im vergangenen August spielte Silberbauer mit dem FC Utrecht in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League gegen Luzern. Die Holländer setzten sich mit zwei Siegen (1:0/3:1) durch. YB hat er im TV in der Qualifikation zur Champions League gegen Tottenham gesehen.

Nach den Worten von Kaenzig wird YB auf die neue Saison noch zwei, vielleicht drei neue Spieler verpflichten. «Die Verhandlungen sind im Gange, doch bis zum Abschluss wird es noch etwas dauern.» (Der Bund)

Erstellt: 21.04.2011, 06:40 Uhr

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