Xamax-Geld für eine Moschee entwendet?

Der frühere Xamax-Vizepräsident Islam Satujew soll aus der Kasse des bankrotten Fussballklubs 15'000 Franken genommen haben, um sie für eine Moschee zu spenden.

Im Visier der Justiz: Islam Satujew.

Im Visier der Justiz: Islam Satujew.

(Bild: Keystone)

Gemäss der Zeitung «L'Express» (Quellen online nicht verfügbar) findet sich in den Akten von Neuchâtel Xamax ein Dokument, welches belegt, dass Satujew einer Moschee die Beträge von 10'000 und 5000 Franken zukommen liess. «Dies wäre eine Straftat, weil die Geschäftsführer einer Aktiengesellschaft die Interessen der Aktionäre verteidigen müssen», sagt ein Neuenburger Jurist zur Affäre. Es stellt sich nun die Frage, wie der Konkursverwalter von Xamax auf die Entwicklung reagiert.

Jacques Barillon, der Anwalt des gestürzten Xamax-Chefs Bulat Tschagajew, erklärte gegenüber «Le Matin», er habe von der neuesten Geschichte keinerlei Kenntnis: «Ich habe noch nicht einmal davon gehört.» Ein Sachverständiger erklärte, ein Richter werde Mühe haben, den Beweis zu erbingen, dass das Geld aus dem Klubvermögen von Xamax stamme.

Ihab el-Kaissi von der Islamischen Wohlfahrt in Neuenburg bestätigte den Erhalt von 10'000 Franken. Dies sei im vergangenen Sommer gewesen: «Islam Satujew und Bulat Tschagajew machten auf uns den Eindruck reicher Geschäftsleute, für die 10'000 Franken so viel sind wie für andere 10 Franken.» Es sei damals noch nicht erkennbar gewesen, dass das Geld schmutzig sein könnte. Der Islam verbietet die Annahme finanzieller Zuwendungen, wenn sie von zweifelhafter Herkunft sind.

ak

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