Starke Saison mit Aufstieg krönen

Der FC Münsingen trifft in der 1. Runde der Aufstiegsspiele in die Promotion League auf Bavois. «Wenn wir können, steigen wir auf», sagt Trainer Kurt Feuz.

FC-Münsingen Trainer Kurt Feuz glaubt an den Aufstieg.

FC-Münsingen Trainer Kurt Feuz glaubt an den Aufstieg.

(Bild: Peter Schneider)

Ruedi Kunz

Ob in der Meisterschaft oder im Schweizer Cup: Dem FC Münsingen gelingt immer wieder Erstaunliches. In der laufenden Saison ist es seine Konstanz, die beeindruckt. Von 26 Partien verlor er nur deren 4. Von der Tabellenspitze, die die Aaretaler nach einem Mini-Durchhänger vor der Winterpause eroberten, liessen sie sich in der Rückrunde nicht mehr verdrängen. Als Lohn für die starke Leistung dürfen sie ein weiteres Mal an den Aufstiegsspielen in die Promotion League teilnehmen. Dort treffen sie in der ersten Qualifikationsrunde auf den Drittklassierten der Gruppe 1, Bavois. Das Hinspiel findet heute um 20 Uhr in Bavois statt. Vier Tage später kommt es auf der Sandreutenen zum Rückspiel.

Der FC Bavois ist den YB-Fans aus der jüngeren Cup-Geschichte ein Begriff. Im August 2014 gewannen die Young Boys dank einem Treffer von Renato Steffen mit Hängen und Würgen 1:0, bevor sie sich in der nächsten Runde in Buochs bis auf die Knochen blamierten.

Münsingens Trainer Kurt Feuz hat sich bei seinem Berufskollegen Martin Lengen (SC Düdingen) über den Waadtländer Verein erkundigt. Ein Gesprächsthema waren die beachtlichen 62 Tore, die Bavois in der regulären Meisterschaft erzielte. «In der Offensive sind die Waadtländer sehr stark», weiss Feuz. Weniger ruhmreich war die Verteidigungsarbeit (44 Gegentore). Das stärkt die Zuversicht der Münsinger, mit schnellen Kontern den einen oder anderen Nadelstich setzen zu können. Dieses Spiel liegt ihnen; zudem haben sie mit Patric Gasser einen kaltblütigen Strafraumstürmer (14 Saisontore), den sein Coach als besten Kopfballspieler der ganzen Liga bezeichnet. «Er ist unser Hoarau.»

Starke Mittelachse

Gasser gehört zur starken Mittelachse mit Goalie Lars Müller, Innenverteidiger Lukas Schenkel sowie den Mittelfeldspielern Silvan Aegerter und Daniel Mumenthaler. Letztgenannter wird in Bavois aus beruflichen Gründen fehlen. Nicht dabei sind auch Patrick Strahm (gesperrt) und der schon länger verletzte Antonius Dreier. Die Ausfälle sind zu verkraften, da Feuz ein für 1.-Liga-Verhältnisse sehr gutes Kader zur Verfügung steht. Angeführt wird es von den Super-League-erprobten Routiniers Schenkel (FC Thun) und Aegerter (Thun, FCZ), die sich beim FCM bestens integriert haben.

Schenkel ist laut Feuz «eine Riesenverstärkung», der 36-jährige Aeger­ter habe in der Rückrunde leistungsmässig «deutlich zugelegt». Er traut seiner Equipe zu, dass sie auch die beiden letzten Hürden auf dem Weg in die drittoberste Liga überspringt. «In dieser Saison passt bei uns vieles zusammen.» Und da der Vorstand bereit ist, das Budget im Falle eines Aufstiegs um 10 bis 20 Prozent aufzustocken, hat Münsingens Trainerlegende keinen Grund, die 10. Aufstiegsspiele, die er mit dem Verein schon bestreitet, mit gemischten Gefühlen zu coachen. «Keine Frage. Wenn wir können, steigen wir auf.»

Der Bund

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