Schmerzen für von Ballmoos, Selbstvertrauen für Wölfli

Der YB-Stammkeeper erlitt eine Risswunde am Schienbein, Routinier Wölfli ersetzte ihn tadellos.

Von Ballmoos’ Einsatz am Mittwoch gegen Dynamo Kiew ist ungewiss.

Von Ballmoos’ Einsatz am Mittwoch gegen Dynamo Kiew ist ungewiss. Bild: Valeriano Di Domenico/Keystone

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Und plötzlich fühlte man sich bei YB in der Zeit zurückversetzt. Es lief die 38. Minute, die Berner führten bei GC mit 1:0, als ein alter Bekannter das Feld betrat. Die Fans skandierten seinen Namen, er spuckte in die Handschuhe, kurz mal dehnen, und los gings. Es ist ja nicht so, als wüsste Marco Wölfli nicht, was er da tut, aber die Ernstkämpfe des bald 35-Jährigen sind seltener geworden. Letzte Saison waren es drei, zweimal im Cup, in den ersten beiden Runden, und einmal in der Meisterschaft, im Derby gegen Thun.

Wölfli ersetzte am Samstagabend den verletzt ausgeschiedenen David von Ballmoos. Der Emmentaler erlitt nach einem schmerzhaften Rencontre mit GC-Verteidiger Lavanchy eine tiefe Wunde am Schienbein und wurde umgehend ins Spital zum Nähen gefahren. Ein Einsatz am Mittwoch im Qualifikations-Rückspiel zur Champions League gegen Dynamo Kiew ist ungewiss.

Das würde auch bedeuten, dass Marco Wölfli weiter zum Zug käme. Der Routinier liess sich in seiner 348. Super-League-Partie gar nichts zu Schaden kommen, intervenierte in zwei, drei gefährlichen Situationen souverän und trug seinen Anteil dazu bei, dass YB nach dem 4:0 bei GC in der Meisterschaft noch mit dem makellosen Torverhältnis von 6:0 dasteht. «Ich habe immer gesagt, ich will helfen, wo es geht», sagte der selbstlose Wölfli später, «jetzt war es mal wieder auf dem Feld, sonst halt eher abseits davon.»

Dem jungen von Ballmoos wünschte er eine rasche Genesung. Mit einem Riss der Achillessehne erlitt Wölfli 2014 selbst eine – ungleich schwerere – Verletzung, nach der er nie mehr als Nummer 1 ins YB-Tor zurückkehrte. Die damalige Führung entschied sich, voll auf den jungen Yvon Mvogo zu setzen. Es war der Beginn des Aufstiegs, welcher in diesem Sommer fürs Erste in einem Wechsel Mvogos in die Bundesliga, zu RB Leipzig, gipfelte. (Der Bund)

Erstellt: 30.07.2017, 21:51 Uhr

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