Nullnummer zwischen der Schweiz und Australien

Die Schweizer haben im letzten Test vor dem Start zur EM-Ausscheidung gegen Australien nur ein 0:0 erreicht. Die beste Chance zum Sieg vergab Alex Frei, der einen Foulpenalty verschoss.

Der Fehlschuss des Abends: Alex Frei verschiesst in der 60. Minute einen Penalty.

Der Fehlschuss des Abends: Alex Frei verschiesst in der 60. Minute einen Penalty.

(Bild: Reuters)

Sie spielten phasenweise erfrischend und gut. Nach der Pause dominierte die erheblich umformierte Schweizer Equipe den robusten Herausforderer gar diskussionslos. Aber ein Manko blieb bestehen: Ottmar Hitzfelds Auswahl schiesst kaum Tore. 28 in 23 Spielen unter dem Deutschen ist schlicht zu wenig.

Nach einer Reihe attraktiver Spielzüge und Abschlüsse - Margairaz mit einem Volley und einem Schrägschuss, Degens Schuss - bot sich Alex Frei nach exakt einer Stunde die Offerte zum Führungstor. Doch der Captain scheiterte vom Penaltypunkt aus. Der Topskorer, der kaum je einen Elfmeter verschiesst, schlenzte den Ball über die Latte.

Pfiffe für Frei

Offenbar pflegt das St. Galler Publikum auf Fehlschüsse des Baslers besonders empfindlich zu reagieren. In der Folge wurde der beste Stürmer der SFV-Geschichte mit dümmlichen Schmährufen und Pfiffen eingedeckt. Eine solche Behandlung muss wohl kaum ein anderer Captain einer Nationalmannschaft über sich ergehen lassen - schon gar nicht wenige Tage vor dem schwierigen Auftakt in der EM-Qualifikation gegen England.

Der krankheitsbedingte Ausfall von Tranquillo Barnetta veranlasste Hitzfeld zu einer weiteren Rochade im Team. Anstelle von Shaqiri, der gegen England womöglich in der Startformation stehen wird, rückte David Degen ins Team. Den YB-Professional hatte der SFV-Selektionär in den vergangenen zwei Jahren erst einmal berücksichtigt.

Mit seinem Speed und seiner riskanten Spielweise sorgte Degen für mehrere gute Szenen. In der 18. Minute verschaffte er nach einem Dribbling dem Rückkehrer Margairaz eine erstklassige Chance. Der Zürcher Regisseur scheiterte aber wie zuvor bereits Bunjaku, dessen Abschluss der bald 38-jährige Fulham-Keeper Schwarzer brillant entschärft hatte.

Starker Wölfli

Und auch bei der Penaltyszene war Degen an vorderster Front involviert. Er verwickelte den Australier Neill geschickt in einen Zweikampf und stürzte im richtigen Moment. Degen trotz torloser Begegnung zu den Gewinnern des Tests.

In der ersten Hälfte beanspruchten die im Vergleich zur WM-Endrunde spürbar offensiveren Schweizer indes mehrfach das Glück, nicht selber in Rückstand zu geraten. Das erstmals von Holger Osieck gecoachte Team aus «Down Under» erspielte sich mehrere Chancen. McDonald, der Stürmer von Middlesbrough, vergab die Möglichkeiten gleich reihenweise. Den Schuss Holmans stoppte Marco Wölfli, der wie geplant den Stammgoalie Benaglio vertrat, auf der Linie.

si

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