«Müssen auf eine Krise Basels hoffen»

Mittelfeldspieler Michael Silberbauer kämpft mit den Young Boys auch um seinen Platz im dänischen Nationalteam – und will für die Berner vermehrt Impulse für die Offensive geben.

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Der 29. Februar bringt die Schweizer Nationalmannschaft nach sechseinhalb Jahren zurück nach Bern, wenn sie im Test-Länderspiel auf Messis Argentinien trifft. Statt wie bisher in Feusisberg, gastieren die Schweizer Fussballer im Hotel Allegro im Berner Kursaal; am Dienstag, 28. Februar, findet im Stade de Suisse ein öffentliches Training statt. YB-Trainer Christian Gross gibt seinem Verteidiger Alain Nef im Hinblick auf dieses Spiel Anschub: «Ich hoffe, Ottmar Hitzfeld wird an Nef denken, jetzt da Von Bergen verletzt ausfällt.»

Michael Silberbauer hat den 29. Februar in seinem Kalender ebenfalls angestrichen. Nicht, weil dieses Datum nur alle vier Jahre stattfindet, und auch nicht, weil er Lionel Messi im Stade de Suisse bewundern will. Silberbauer hofft, an diesem Tag im 1000 Kilometer entfernten Kopenhagen zu weilen – beim Länderspiel Dänemark gegen Russland.

Eine starke Rückrunde ist wichtig

Obwohl der 30-jährige Mittelfeldspieler von Nationalcoach Morten Olsen bei fünf der acht EM-Qualifikationsspiele eingesetzt wurde, zweimal über die volle Distanz, hat er seinen Platz nicht auf sicher. «Natürlich nicht», sagt Silberbauer, «ich habe im Mittelfeld viel Konkurrenz.» Das sind William Kvist vom VfB Stuttgart, Christian Poulsen, der bei Liverpool spielte und nun zu Evian gewechselt hat, Niki Zimling von Brügge und auch Spieler, die bei dänischen Klubs unter Vertrag sind, wie Jakob Poulsen von Midtjylland. Er hoffe, einen kleinen Vorteil beim Nationalcoach zu haben, da er in der EM-Qualifikation viele Einsatzminuten erhielt. «Doch wichtig ist, dass ich bei YB eine starke Rückrunde spiele.»

Die Kritik, er gebe dem Berner Spiel zu wenig Impulse, er sei gar ohne Einfluss, wenn YB sich im Ballbesitz befinde, hat er zur Kenntnis genommen. «Ich habe mich auf die defensive Kontrolle des Mittelfeldes konzentriert», erklärt Silberbauer. «Jetzt sagt der Trainer, er möchte, dass ich mehr nach vorne gehe. Kein Problem, ich liebe auch den offensiven Fussball.» Mit den Zuzügen von Raul Bobadilla und Matias Vitkieviez sei die Balance im Spiel besser geworden, «beide können vorne den Ball halten, und das ist enorm wichtig, weil wir nun im Mittelfeld die Zeit erhalten, um nachrücken zu können». Und er ist überzeugt, dass auch die jungen Venezolaner Josef Martinez und Alexander Gonzalez sowie Josh Simpson dem YB-Spiel neue Kreativität geben werden.

Für die Zukunft sieht Silberbauer eine starke Mannschaft zusammenwachsen. Doch für die laufende Saison will er sich auf keine Prognose einlassen: «Wir müssen auf eine kleine Krise von Basel hoffen. Dann kann diese Meisterschaft noch spannend werden.» Silberbauer will seine Kritiker in Bern verstummen lassen und er weiss, dass Nationalcoach Olsen aus der Ferne still und akribisch beobachtet. Im Juni trifft Dänemark an der EM in den Gruppenspielen auf Holland, Portugal und Deutschland. Und da will Silberbauer unbedingt dabei sein. (Der Bund)

Erstellt: 11.02.2012, 09:23 Uhr

Vor dem Spiel

Bei den Young Boys fehlt für das morgige Spiel im Tourbillon (16 Uhr) Emmanuel Mayuka, der mit Sambia gleichentags beim Afrika-Cup gegen die Elfenbeinküste im Final steht. Auch der neu verpflichtete Kanadier Josh Simpson steht nicht zur Verfügung, da seine Spielberechtigung weiterhin nicht vorliegt. Bei Sion sind Dragan Mrdja verletzt, Vullnet Basha gesperrt und Goran Obradovic fraglich.

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