Michael Frey wechselt zum FC Zürich

Nach einer verunglückten Saison verlässt Michael Frey seinen Stammclub YB. Auch Alain Rochat geht.

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Auch im zweiten Anlauf gibt es kein Happy End für Michael Frey und YB. Erst im letzten Sommer war der Münsinger zu seinem Stammverein zurückgekehrt, nun unterschrieb er einen Vertrag beim FC Zürich bis 2021.

Auf den überraschenden Wechsel von YB zu Lille 2014, den Knöchelbruch und die einjährige Verletzungspause folgte Anfang 2016 die Rückkehr in die Schweiz und auf den Platz. Zuerst leihweise beim FC Luzern, dann stattete YB den vormaligen Publikumsliebling mit einem Zweijahresvertrag aus.

Der Neustart in altbekannter Umgebung verlief jedoch nicht so, wie sich der 22-Jährige das vorgestellt hatte. Die Konkurrenz durch Guillaume Hoarau, Alexander Gerndt und Yuya Kubo war gross, und als Hoarau, der eine grosse Lücke hinterliess, und Gerndt verletzt ausfielen, konnte der junge Angreifer zwar spielen, aber nicht restlos überzeugen. Mangelndes Engagement konnte Frey nie vorgeworfen werden, doch kämpfte er meist glücklos. «Michi ist mit hohen Erwartungen zu YB zurückgekehrt und hat sich unglaublich unter Druck gesetzt», sagt Sportchef Christoph Spycher, «er hat im Team nicht die Position gefunden, die er gerne gehabt hätte.» So wurde nach Saisonende in «sehr offenen» Gesprächen nach der besten Lösung für alle Parteien gesucht. Diese Lösung heisst FCZ.

Bei YB können Hoarau, Gerndt, Assalé und Fassnacht die zentralen offensiven Positionen besetzten. Doch passe ein Spieler sehr gut ins Team, sei es möglich, dass sie noch «etwas machen» würden, sagt Spycher zur Situation im Angriff.

Rochat zu Lausanne

Nach siebeneinhalb Jahren im Dienst von YB spielt Alain Rochat in Zukunft für Lausanne. Bereits im Winter erkundigte sich Rochat, wie seine Zukunft in Bern aussehe. Die Young Boys hatten etliche Innenverteidiger unter Vertrag und Lausanne signalisierte Interesse an einer Verpflichtung Rochats. Doch dann wurde der unerwünschte Vilotic abgegeben, Bürgy an Thun ausgeliehen, und weil Nuhu gesperrt fehlte, hatte YB zum Rückrundenstart plötzlich einen Personalengpass – ein Transfer war nicht möglich.

Jetzt kehrt Marco Bürki von Thun zurück, Gregory Wüthrich trainiert wieder und der polyvalente Loris Benito ist fit. Captain Steve von Bergen hat einen Vertrag bis 2018, Kasim Adams Nuhu, vom RCD Mallorca ausgeliehen, haben die Young Boys fix bis 2021 übernommen. Die Innenverteidigung ist gut besetzt, der Club wollte Rochat, von Januar 2002 bis Juni 2005 und Juli 2013 bis Juni 2017 für YB im Einsatz, keine Steine in den Weg legen. «Er hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Alain lebt in Lausanne, bei Lausanne kann er eine wichtige Rolle übernehmen, und er hat einen Vertrag für ein Jahr mit einer Option auf ein weiteres erhalten», sagt Spycher. Perspektiven, die YB dem 34-Jährigen nicht mehr bieten konnte. Der bis 2018 laufende Vertrag wurde aufgelöst.

«Wir werden mit den Innenverteidiger, die wir jetzt im Kader haben, in die Saison starten», stellt Spycher klar. Handlungsbedarf bestehe keiner. Auch nicht auf der Position des Torhüters. Wie bereits angekündigt, ersetzt David von Ballmoos Yvon Mvogo im YB-Tor. Der 22-Jährige war zuletzt zwei Jahre an den FC Winterthur ausgeliehen. Den anderen Weg geht Kwadwo Duah. Die Zürcher übernehmen den 20-jährigen Offensivspieler für eine Saison leihweise.

«Wir halten nach wie vor die Augen offen, doch ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft mit Charakter haben», sagt Spycher. Sein primäres Ziel ist, keine wichtigen Spieler zu verlieren, «suchte der eine oder andere eine Ver­änderung, würden wir ihn ersetzten.

Der Bund

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