Lausanne schafft ein Fussball-Wunder

Der Challenge-League-Verein siegte bei Lokomotive Moskau im Penaltyschiessen und steht nun sensationell in der Gruppenphase der Europa League.

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Die Lausanner spielten wie im Hinspiel 1:1 und siegten anschliessend im Penaltyschiessen. Silvio hatte die Lausanner nach rund einer Viertelstunde in Führung gebracht. Lokomotive gelang der Ausgleich erst fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. In der Verlängerung fielen keine Treffer. Im Penaltyschiessen trafen je die ersten drei Schützen, dann traf Katz für Lausanne nur den Innenpfosten, weil aber Schischkin ebenfalls an der Torumrandung scheiterte, entschied der letzte Umgang. Lausannes Captain Fabio Celestini verwandelte sicher, Maicon setzte seinen Versuch über die Latte. Die Sensation war perfekt.

Wie schon in den vorangegangenen Partie spielte Lausanne, das zehn Jahre nicht mehr auf europäischer Ebene spielte, unerschrocken. Silvio brachte Lausanne nach einem Corner in Führung. Der Druck von Lokomotive Moskau nahm mit zunehmender Fortdauer der Partie immer mehr zu. Die Russen, die seit sechs Partien ohne Sieg waren, erhöhten das Tempo und kombinierten teilweise sehenswert. Vor allem über die Flanken spielten sich die Gastgeber öfters bis an die gegnerische Grundlinie durch, doch danach stellten sie sich zu umständlich an, um die disziplinierte und äusserst solidarisch auftretenden Schweizer zu überwinden.

Goaliewechsel und Glück

Ein Treffer von Dimitri Sytschew wurde wegen angeblichen Hands aberkannt, wenig später jubelten die Russen gleichwohl. Der Freistoss des ukrainischen Internationalen Alexander Alijew landete, noch von einem Lausanner abgelenkt, im Tor. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit mussten die Lausanner ihren Stammkeeper Anthony Favre durch Mickael Castejon ersetzen, doch der 25-jährige Franzose liess sich weder in der Nachspielzeit noch in der Verlängerung bezwingen.

Die Geschichte Lausannes ist in dieser Kampagne bemerkenswert: Erst eliminierte der Cupfinalist der letzten Saison, der nur im europäischen Geschäft ist, weil Basel das Double holte, Borac Banja Luka aus Bosnien sowie den dänischen Vertreter Randers. Grossen Anteil am Erfolg der Waadtländer hat Stürmer Silvio, der einst beim FC Zürich in der Super League durchgefallen war, mit senien vier Treffern in den sechs Partien. Er verwandelte auch den ersten Penalty in Moskau.

Lausanne wird am Freitag seine Gegner in der Gruppenphase zugelost bekommen. Es winken Klubs vom Kaliber von Juventus Turin, Liverpool und Bayer Leverkusen.

DerBund.ch/Newsnet

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