Ethik-Kommission spricht Infantino frei

Umstrittene Reise zum Papst im Privatjet: Die Ethik-Kommission des Weltfussballverbands stellt die Untersuchung gegen den neuen Schweizer Präsidenten ein.

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Gianni Infantino «hat den Ethik-Kodex der Fifa nicht verletzt». Zu diesem Schluss kommt die Ethik-Kommission des Weltfussballverbands. Sie stellt die Untersuchung gegen ihren neuen Präsidenten ein, wie sie heute mitteilt.

Im Zentrum der Voruntersuchung stand ein Besuch Infantinos beim Papst im Vatikan und weitere Flugreisen. Dem frischgebackenen Fifa-Präsidenten wurde vorgeworfen, er sei im Privatjet eines russischen Oligarchen geflogen. Die Kommission fand dabei keinen genügend schweren Interessenkonflikt. Die Ethik-Kommission sieht die Vorteile, von denen Infantino profitierte, als konform mit ihrem Verhaltenskodex an.

Streit um Präsidenten-Lohn

Die Kommission nahm auch die Vorgänge um Infantinos Vertrag unter die Lupe. Anfang Juni hatten deutsche Medien berichtet, der neue Fifa-Präsident erachte den ihm gebotenen Lohn als ungenügend. Die Ethik-Kommission führe ein Verfahren gegen ihn, weil er die Löschung von Teilen eines Sitzungsprotokolls angeordnet haben soll, auf denen es um seinen Lohn ging.

Nach «einer grossen Anzahl von Interviews mit Zeugen und Herrn Infantino selber sowie einer umfassenden Analyse von Beweismitteln», wie die Fifa schreibt, wurde nun die Einstellung des Verfahrens beschlossen.

Update folgt.

rub/AFP

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