«Eine der schlimmsten FCB-Niederlagen»

Der FC Basel verpasst zum ersten Mal seit 17 Jahren den Europacup. Captain Fabian Frei weiss: «Wir haben versagt.»

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Die Stimmung in der Kabine hat Fabian Frei nach der Partie rasch beschrieben. «Es war einfach still, sehr lange still», sagt der 29-jährige Mittelfeldspieler des FC Basel, der in Abwesenheit von Marek Suchy als Captain jener Mannschaft in die Geschichte eingeht, die bei Apollon Limassol 0:1 verloren und damit dafür gesorgt hat, dass der FCB erstmals seit 17 Jahren einen Herbst ohne Europacup erlebt.

War es seinem Trainer Marcel Koller gar zu still – er sprach davon, dass da auch mal ein Spieler sauer werden und eine Trinkflasche wegwerfen solle –, scheint Frei dies eher als Ausdruck des Unglaubens zu verstehen.

Fabian Frei, mit einem 0:1 gegen Limassol verpasst der FC Basel erstmals seit 17 Jahren einen europäischen Herbst. Wie bitter ist das?

Sehr bitter. Das ist eine der schlimmsten Niederlagen, die ich in meiner Zeit beim FCB erlebt habe.

Wie konnte es dazu kommen?

Wir waren einfach nicht gut. Der Gegner hat das Weiterkommen bestimmt verdient, egal, mit welchen Mitteln er dieses erreicht hat. Aber wir wissen – und haben auch gesehen –, dass wir im Grunde mehr Qualität als Apollon hätten. Hätten wir diese auf den Platz gebracht, hätte es für uns gereicht. So aber bleibt nur die Feststellung: Wir haben versagt.

War der FCB – wenn man beide Partien sieht – über 180 Minuten zu passiv?

Also in diesem Rückspiel ganz bestimmt. Im Hinspiel sah ich das nicht unbedingt so. Da hatten wir einfach eine ganz schlechte Phase nach der Pause mit den zwei Gegentoren.

Warum war man denn so passiv?

Das weiss ich nicht. Die Gründe zu finden, wird nun unsere Aufgabe sein.

Was bedeutet es für den FC Basel als Club, dass er bereits jetzt nicht mehr im Europacup vertreten ist?

Ganz bestimmt ist das Neuland. Für die Mannschaft heisst das, dass der Konkurrenzkampf verschärft wird, da wir ja nur noch ein Spiel pro Woche haben und nun wohl weniger rotiert wird. Und für den Club? Es ist sicher hart für alle. Man wird vieles hinterfragen. Aber es ist nicht so, dass nun deswegen das Chaos rund um den FCB ausbricht. Der Club ist in der Region verankert, die Fans sind intelligent genug, um das richtig einzuordnen. Wegen zwei Spielen wird nicht alles einstürzen, das man in 17 Jahren aufgebaut hat.

(olg)

Erstellt: 31.08.2018, 10:20 Uhr

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