Diese Fringer-Aussagen liessen Constantin austicken

In einer Sendung hat sich Teleclub-Experte Rolf Fringer kritisch zum FC Sion und dessen Präsidenten geäussert. Dies soll der Auslöser für den Eklat in Lugano gewesen sein.

Videoaufnahmen zeigen das Ende des Vorfalls zwischen Constantin und Fringer. (Video: Tamedia/Teleclub)

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Sions Präsident Christian Constantin hat sich nach dem 2:1-Erfolg seiner Mannschaft in Lugano einen tätlichen Angriff auf den ehemaligen Schweizer Nationalcoach Rolf Fringer geleistet. Fringer, der als Experte für Teleclub im Einsatz war, wurde von Constantin umgestossen und ins Gesicht geschlagen.

«Ich habe ihm einen Tritt in den Hintern versetzt. Das hat mir gut getan. Wenn man attackiert wird, muss man sich wehren», begründet Constantin seinen Ausraster. Es ist wahrscheinlich, dass er die Aussangen Fringers in der Sendung «Kick-Off» meinte. Der 60-Jährige hatte sich am Dienstag kritisch über den FC Sion, bei dem es aktuell sportlich nicht rund läuft, geäussert – in erster Linie jedoch über Club-Boss Constantin:

  • Fringer: «Es sind immer wieder die gleichen Zusammenhänge. Es fängt ganz oben, beim Präsidenten, an. Sie haben seit dem Saisonstart acht neue Spieler verpflichtet, was bedeutet, dass der Trainer jedes Wochenende wieder neue Spieler einsetzt. Die neuen kennen kaum die Namen ihrer Mitspieler. Man sollte Leistung erbringen, Resultate ebenfalls. Geduld hat er überhaupt keine. Wenn man alles erneuert, sollte man wissen, dass der Trainer und auch die Mannschaft Zeit braucht. Dieses Vertrauen muss ich auch der Öffentlichkeit, den Fans, der Mannschaft und auch dem Trainer geben. Wenn ich alles wechsle und ständig mit neuen Spielern komme und nach jeder Leistung von einer Katastrophe und vom Abstieg spreche, dann ist das alles hausgemacht. Eigentlich ist es nur typisch Christian Constantin, also nichts spezielles.»

Rolf Fringer in der Sendung Teleclub-Sendung «Kick-Off». (Quelle: Screenshot Teleclub)

  • Des weiteren thematisiert die Experten-Runde bei Teleclub ein Zitat Constantins. Der Sion-Boss hatte gegenüber dem «Blick» sein Verhältnis zu Trainer Tramezzani erklärt, dem er eine Frist von drei Partien gegeben hatte. Constantin: «Das ist, wie wenn Du heiratest. Alles ist gut und rosa. Doch dann stellst du die Braut erstmals in die Küche und merkst: Die kann gar nicht kochen. Da ist die Scheidung unausweichlich. Was ich nun mache, ist der Braut vor der Scheidung einen Kochkurs zu schenken.»

    Fringer dazu: «Es ist eigentlich ein typisches Zitat von Christian Constantin. Weil es keinen Menschen gibt, der eine Frau heiratet, wenn er nicht weiss, dass sie kochen kann», so Fringer mit einem Augenzwinkern. «Das heisst, dass er zuerst einmal seine Aufgaben machen müsste. Das ist es ja. Die erledigt er ja zum Teil überhaupt nicht. Und wenn er sie macht, dann hat er keine Geduld oder sorgt für Verwirrung und steuert das Chaos selbst.»

  • Fringer über den Typ Trainer, der sich mit Constantin verstehen könnte: «Ich glaube, man kann der grösste Löli sein als Trainer, wenn man jedes Spiel gewinnt. Das ist die einzige Chance. Weil früher oder später verliert ein Trainer einmal, weil etwa gute Spieler gehen. Wenn ich beginne, zu verlieren, dann rückt er bereits näher ans Gitter. Mit anderen Worten: Den idealen Trainer gibt es nicht. Da gab es Gattuso, der Weltmeister ist. Nicht einmal ihm gegenüber hatte er Respekt und Achtung. Man muss wirklich sagen, er ist ein Narzisst, schaut nur für sich, hat null Empathie und Gefühle für andere Leute. Deshalb verursacht er das Chaos immer selber. Ich bin schon lange im Fussball. Man hat immer gesagt, er ist ein Farbtupfer in der Liga. Das ist gut für die Boulevard-Zeitung, dann läuft etwas. Aber mittlerweile muss ich sagen, dass das Ganze fast lächerlich wird. Es ist Jahr für Jahr der gleiche ‹Stuss›.»
(NXP)

Erstellt: 22.09.2017, 00:38 Uhr

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