Die wundersame Wende von GC

Die Grasshoppers stehen beim Spiel in Kriens eine Stunde lang neben sich – und gewinnen dank eines Treffers von Allen Nije doch noch 2:1.

Uli Forte und seine Grasshoppers brauchen in Kriens auch Glück für den Sieg.

Uli Forte und seine Grasshoppers brauchen in Kriens auch Glück für den Sieg.

(Bild: Keystone)

Thomas Schifferle@tagesanzeiger

Danijel Subotic hat zehn Länder und zwölf Clubs hinter sich. Und ganz viele Besuche in Tattoo-Studios. Seit Ende August ist er bei GC, Trainer Uli Forte hat ihn gewollt, weil er um die Mängel in der Offensive gewusst hat. Subotic sei da, wo es brenne, sagt er über den neuen Stürmer, er nennt ihn gar «Killer», es ist seine Fussballersprache.

Ein paar Minuten spielte Subotic bei seinem Debüt vor drei Wochen in Vaduz, in Kriens wird er schon nach knapp einer Stunde gebraucht. GC liegt schon seit der 7. Minute im Rückstand und braucht Frischluftzufuhr, Forte erwartet von Subotic die Hilfe eines Jokers. Sieben Minuten braucht der 30-jährige Weltreisende, um seinen neuen Kollegen zu helfen und das 1:1 zu erzielen.

Subotic schliesst den ersten wirklich vernünftigen Angriff von GC ab, Ben Khalifa, Gjorgjev und Cabral haben sich sehenswert durchgespielt. Mit dem Ausgleich erwacht GC, und nur sechs Minuten später zieht Pusic einen Freistoss auf den hinteren Pfosten, wo Allen Njie unbewacht ist und die Freiheiten zum 1:2 ausnutzt.

Salatic ist noch kein Chef

Die Wende ist schon fast wundersam, denn die Zürcher haben bis dahin einen Auftritt hinter sich, der komplett missraten ist. Keiner der Feldspieler ist wirklich gut, viele dafür sind richtig schlecht, angeführt von Diani, der in der zentralen Abwehr ein Hochsicherheitsrisiko darstellt und bei dem nur erstaunt, dass Forte ihn bis am Ende auf dem Platz lässt. Salatic gelingt es nie, das Spiel zu ordnen, Ben Khalifa ist ohne Unterstützung und darum ungesehen.

Der Aussenseiter, zuvor in drei Heimspielen mit drei Siegen, ist von Beginn an lebendiger, geht durch Abubakar nach sieben Minuten in Führung und steht gut in der massierten Defensive. Sein Manko ist einzig die Chancenauswertung: Zwischen der 57. und 60. Minute hat er gleich vier Chancen durch Sadrijai und dreimal durch Siegrist. Doch das Tor fällt nicht. Dafür trifft dann auf der anderen Seite Subotic. Und das Spiel kippt.

Starker Salvi in der Nachspielzeit

Die Grasshoppers brauchen in der Nachspielzeit bei der Chance von Tadic nochmals eine starke Parade von Goalie Salvi, um den Sieg über die Zeit zu bringen. Danach können sie aufatmen, nachdem sie in der Liga dreimal nicht mehr gewonnen und sieben Punkte verloren hatten. Es ist die passende Einstimmung auf den kommenden Mittwoch, wenn sie in Lausanne zum Spitzenspiel antreten müssen. Forte wird allerdings wissen, dass da mit einer Leistung wie gestern während einer Stunde nicht eben viel auszurichten ist.

Telegramm und Rangliste:

Kriens - Grasshoppers 1:2 (1:0)
3222 Zuschauer. – SR Piccolo. – Tore: 7. Abubakar 1:0. 63. Subotic 1:1. 69. Njie 1:2. – Bemerkungen: 58. Kopfball von Abubakar (Kriens) auf die Latte.

Rangliste: 1. Grasshoppers 7/14 (11:8). 2. Lausanne-Sport 6/13 (20:6). 3. Wil 6/10 (8:5). 4. Kriens 7/9 (8:14). 5. Schaffhausen 6/8 (7:8). 6. Winterthur 6/8 (8:13). 7. Stade Lausanne-Ouchy 6/7 (9:9). 8. Aarau 6/7 (10:13). 9. Vaduz 6/6 (9:9). 10. Chiasso 6/4 (6:11).


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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DerBund.ch/Newsnet

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