Die Schweiz hat Glück gehabt

Die Qualifikations-Gruppe der Nationalmannschaft für die Euro 2020 ist absolut machbar.

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Zum guten Glück war Roy Keane da. Oben auf dem Podium, wo die Qualifikations-Gruppen für die Europameisterschaft 2020 ausgelost werden. Denn nur so konnte die lebende Fussball-Legende Irlands die Fussballwelt mit folgender Weisheit beschenken: «Kein Spiel ist einfach.»

Das war Keanes Blick auf Gruppe D, in der nebst seinen Iren auch die Schweiz, Dänemark, Georgien und Gibraltar gelandet sind. Und natürlich hat er unbedingt recht. Aber man darf aus Schweizer Optik festhalten: Es hätte durchaus schwierigere Spiele geben können an die die Endrunde.

Dem Team von Vladimir Petkovic ist nicht nur Deutschland erspart geblieben, das sich nun wieder mit den Holländern herumschlagen muss. Es kommt auch nicht wieder zu einem dieser hoch-emotional aufgeladenen Duelle mit einem Team aus der Balkan-Region. Dabei lag in praktisch jedem Topf ein möglicher Gegner aus jener Region bereit. Dafür dürfen sich die Schweizer auf atmosphärisch tolle Spiele gegen Irland freuen, deren Fans zu den besonders sangesfreudigen dieser Welt gehören.

Nur ein Gegner auf Augenhöhe

Dänemark ist wie die Schweiz an der WM im Achtelfinal ausgeschieden – im Elfmeterschiessen gegen Kroatien. Es ist das einzige Team der Gruppe, das sich auf Augenhöhe mit den Schweizern befindet. Vor allem, weil ihr norwegischer Coach grossen Wert auf defensive Organisation legt. Dass das der Schweiz eher weniger liegt, wissen wir seit dem ernüchternden WM-Aus gegen elf Bürokraten aus Schweden.

Aber selbst wenn die Spiele gegen Dänemark eng werden dürften, ist das noch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Schliesslich qualifizieren sich zwei Teams pro Gruppe für die EM. Und die anderen drei Gruppengegner dürfen für die Schweiz keine Stolpersteine sein.

Dank der direkten Begegnungen in jüngerer Vergangenheit scheint es recht einfach, die Teams dieser Gruppe der Stärke nach einzuteilen: Dänemark schlug Irland sowohl in der WM-Barrage, als auch in der Nations League. Die Iren haben nach einem debakulösen Jahr 2018 soeben den Trainer gewechselt, holten gegen Georgien in der letzten WM-Qualifikation aber immerhin vier von sechs Punkten. Und Gibraltar? Muss sein Team aus einer Bevölkerung von nicht einmal 35'000 Menschen zusammenstellen.

Die Schweizer Bonus-Chance

Wer in dieser Gruppe nicht Rang zwei erreicht, der hat an einer Europameisterschafts-Endrunde nicht viel verloren.

Wobei für die Schweiz gilt: Eine Bonus-Chance hätte sie selbst dann. Scheitert sie in der Qualifikation, darf sie dank ihrem Gruppensieg in der Nations League in einem Playoff mit drei anderen noch nicht qualifizierten Nationen um einen weiteren EM-Startplatz spielen.

Eigentlich können sich die Schweizer auf dem Weg an die Euro 2020 nur selbst im Weg stehen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.12.2018, 13:40 Uhr

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