Bobadilla: «Ich wollte nach Basel»

Nun ist es definitiv: Stürmer Raul Bobadilla wechselt von den Young Boys zum FC Basel. Der FCB hat den 25-Jährigen bis Sommer 2017 verpflichtet.

Raul Bobadilla wurde am Donnerstagabend als neuer Spieler des FC Basel vorgestellt.

Raul Bobadilla wurde am Donnerstagabend als neuer Spieler des FC Basel vorgestellt.

(Bild: Keystone)

Das Ringen um den Argentinier Raul Bobadilla hat ein Ende. Der Argentinier wechselt per sofort von den Berner Young Boys zum FC Basel. Der 25-Jährige hat beim Schweizer Meister einen Vertrag bis 30. Juni 2017 unterzeichnet. Über die Transfersumme schweigen sich die beiden Clubs wie üblich aus. Der Betrag dürfte aber in der Mitte zwischen den ursprünglich von den Bernern geforderten 5 Millionen und den von den Baslern gebotenen 2,5 Millionen Franken liegen.

Präsident Bernhard Heusler zeigte sich sehr zufrieden mit der gelungenen Verpflichtung: «Natürlich war es für uns und diesen Transfer eine grosse Hilfe, dass sich Raul Bobadilla schon früh deutlich für den FCB aussprach. Da wussten wir, dass es sich lohnt, sich mit aller Kraft um ihn zu bemühen.»

Wie YB am Donnerstagnachmittag kommunziert hatte, war es Bobadillas ausdrücklicher Wunsch, seine Karriere ausschliesslich beim FCB fortzusetzen. Verhandlungen mit interessierten ausländischen Vereinen wurden vom Spieler kategorisch abgelehnt. «Ich wollte nach Basel, weil ich den Club toll finde, der immer vor viel Publikum spielt. Und weil ich die Stadt von früher gut kenne und sehr mag», begründet Bobadilla seinen Wechsel an den Rhein.

Trainer Yakin gefordert

Angesprochen auf das oft schwierige Temperament des Argentiniers, schob der Präsident die Verantwortung dem Trainer zu: «Wir wissen, dass Raul heissblütig ist. Aber er ist kein unsauberer Spieler. Es wird die Aufgabe unseres Trainers und auch von uns allen sein, Bobadillas Temperament zu kanalisieren. Wir sind überzeugt, dass er uns weiterbringen wird.»

Yakin selbst glaubt bereits zu wissen, wie er die schwierige Aufgabe lösen wird: «Ich kenne Raul, weiss, wie er ist. Mit ihm muss man viel reden, ihm Vertrauen und Respekt gegenüberbringen.» Es sei grossartig, mit einem solchen Transfer den Jahresanfang zu feiern, so Yakin weiter.

Debüt erst im März

FCB-Trainer Murat Yakin kann damit morgen Freitag seinen Wunschspieler zum Trainingsstart begrüssen. Mit dem heissblütigen Bobadilla hat er bereits beim FC Concordia erfolgreich zusammengearbeitet, bis der Argentinier von den Grasshoppers abgeworben wurde. Allerdings muss der Stürmer bis am 3. März auf sein Debüt in Rotblau warten. Für seine Tätlichkeit und die Schiedsrichterbeleidigung am 25. November im Spiel gegen Lausanne erhielt er sieben Spielsperren, von denen er aber bereits drei abgesessen hat. Zudem darf Bobadilla nicht in der Europa League eingesetzt werden, weil er in dieser Saison schon mit YB im gleichen Wettbewerb spielte.

Der FC Basel hat mit Bobadilla bereits den dritten Zuzug in der Winterpause getätigt. Bereits im Dezember sicherte er sich die Dienste der beiden Mittelfeldspieler Endogan Adili (von GC) und Geoffroy Serey Die (Sion). Die Transfertätigkeit des Schweizer Meisters dürfte nun vorerst erschöpft sein – ausser, jemand verlässt den Verein. Die Transferperiode hat gerade erst begonnen.

DerBund.ch/Newsnet

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