Beide Trainer tappen noch im Dunkeln

Vor dem heutigen Saison­auftaktspiel in der AFG-Arena ist bei den Young Boys wie auch beim FC St. Gallen eine ­gewisse Nervosität spürbar.

Uli Forte gab sich am Tag vor dem Startspiel bezüglich Formation bedeckt.

Uli Forte gab sich am Tag vor dem Startspiel bezüglich Formation bedeckt.

(Bild: Adrian Moser)

Bei den Young Boys ist vor dem Saison­start heute in St. Gallen (20.00 Uhr) die Goaliefrage seit Dienstag geklärt, zumindest bis der bald 32-jährige Routinier Marco Wölfli nach seinem Achillessehnenriss wieder ganz fit ist. Der 20-jährige Yvon Mvogo, letzte Woche ebenfalls angeschlagen, wird das Tor hüten, so wie er das während der zweiten Hälfte der vergangenen Saison getan hat. Als Goalie Nummer 2 sitzt zurzeit der 19-jährige David von Ballmoos auf der Berner Bank.

Beim FC St. Gallen versucht Trainer Jeff Saibene die Torhüterfrage mit einem Kompromiss zu lösen. Der 34-jährige Marcel Herzog und der 29-jährige ­Daniel Lopar sollen gleich viel Einsatzzeit erhalten. Zumindest liess das Saibene an der gestrigen Pressekonferenz in der Ostschweiz verlauten. Gegen YB steht Herzog im Tor.

Aber Saibene sagte auch: «Wir haben zwei gleichwertige Goalies. Beide haben Stärken und Schwächen. Ich fände es schade, wenn einer der beiden diese ­Saison auf kein Spiel käme.» Der Plan von Saibene: Jeder Torwart erhält zwei Einsätze in Folge. Danach wird gewechselt.

Ob dieser Plan aufgehen wird, ist eine andere, sehr interessante Frage. In der Praxis gibt es Beispiele, die dagegen sprechen. Wie zuletzt letzte Saison beim FC Aarau: Sowohl der 23-jährige Joël Mall wie der 29-jährige Swen König ­hatten Licht und Schatten, keiner vermochte das Vertrauen des Trainers restlos zu gewinnen. Da kam in der Winterpause ein dritter Goalie mit Lars Unnerstall (jetzt bei Fortuna Düsseldorf), der gleich bei seinem ersten Spiel mit Glanzparaden für Vertrauen und Stabilität sorgte und die beiden andern auf die ­Ersatzbank verwies.

Beide Trainer werkeln am System

Neben der Torhüterfrage liess Saibene aber gestern alles andere offen, er schwieg zur Startformation. Auch er werkelte, wie Forte in Bern, während der Vorbereitung am System; der Luxem­burger liess beim letzten Test ­gegen Altach das 3-5-2 üben. Gegen YB wird er seine Formation aber im ­gewohnten 4-4-2 aufstellen.

Nach dem leistungsmässigen Abbau in der Rückrunde frischte St. Gallen sein Kader während der Transferzeit auf. So überzeugte der von Servette engagierte Geoffrey Tréand in der Vorbereitung. Er hat seinen Platz auf der rechten Mittelfeldseite auf sicher. Und im Angriff haben bei den Testspielen Albert Bunjaku, der aus Kaiserslautern in die Schweiz zurückkehrte, wie auch Yannis Tafers aus Lausanne ihren Anspruch auf einen Stammplatz angemeldet. Der treffsicherste Stürmer der St. Galler der vergangenen Saison, Goran Karanovic, riskiert, seinen Stammplatz zu verlieren.

Costanzo als Captain?

Auch Forte wollte weder etwas von seinen ­Gedanken über die Startelf preis­geben noch erklären, ob er mit einer Dreierabwehr oder einer Viererkette spielen lässt. Und auf die Frage, ob ­Cos­tanzo die ­Captainbinde tragen werde, antwortete der Trainer: «Es hängt davon ab, ob er spielt oder nicht.»

Der Bund

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