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100'000 Euro von der Wettmafia

Ein ehemaliger Profi von Bundesligist St. Pauli gestand in einem Interview mit dem «Stern», von einem Wettpaten 100'000 Euro Bestechungsgeld kassiert zu haben.

Spielsüchtig: René Schnitzler wurde in den Wettskandal involviert.
Spielsüchtig: René Schnitzler wurde in den Wettskandal involviert.
AFP

Der frühere St.-Pauli-Profi René Schnitzler hat in einem Interview mit dem Magazin «Stern» zugegeben, von einem Wettpaten insgesamt über 100'000 Euro Bestechungsgeld angenommen zu haben. Dafür hätte er im Jahr 2008 fünf Spiele seines damaligen Vereins manipulieren sollen. Es handelt sich um Partien in Mainz, bei Hansa Rostock, in Augsburg und Duisburg. Damals spielten die Hamburger noch in der 2. Bundesliga.

Just damals waren Schnitzler häufig mangelnde Einstellung und fehlende Disziplin vorgeworfen worden. Im Interview gab Schnitzler an, Geld von einem Wettpaten namens Paul bekommen zu haben, aber keines der fraglichen Spiele manipuliert zu haben. In drei der betreffenden fünf Begegnungen spielte er nicht. Schnitzler sei seit Jahren spielsüchtig: «Seit ich 18 Jahre alt bin, gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht gespielt habe.»

Laut Recherchen des «Stern» ist der Wettpate Paul R. Holländer, der anscheinend eine zentrale Figur im Bundesliga-Wettskandal sein soll. Akten der Bochumer Staatsanwaltschaft zeigen laut «Stern», dass R. mit vielen der im Bochumer Wettskandal-Prozess Beschuldigten engen Kontakt hatte.

Schnitzler ist im Mai 2009 von seinem Vertrag bei St. Pauli freigestellt worden, nähere Gründe gab der Klub nicht an. Danach spielte er eine Saison beim FC Wegberg-Beeck in der Verbandsliga Mittelrhein.

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