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Federer in seinem neunten Wimbledonfinal

Roger Federer steht zum neunten Mal im Final von Wimbledon. Der 32-jährige Basler entzauberte Aufschlagkönig Milos Raonic (ATP 9) 6:4, 6:4, 6:4 und trifft nun auf den topgesetzten Novak Djokovic.

Der siebenfache Wimbledon-Champion setzte gegen Raonic, der auf dem Weg in seinen ersten Grand-Slam-Halbfinal 147 Asse geschlagen hatte, gleich im ersten Game ein deutliches Zeichen. Federer entschärfte die bis zu 222 Stundenkilometer schnellen Aufschlaggeschosse des Kanadiers auf beeindruckende Art und Weise. Gleich mit der ersten Chance gelang nach einem Vorhand-Fehler von Raonic das Break zum 1:0. Bei 3:1 verpasste er zwar weitere zwei Möglichkeiten, umgekehrt wehrte der Schweizer beim Stand von 4:3 den einzigen Breakball des gebürtigen Montenegriners ab.

Im zweiten Satz musste Federer länger auf seine Chance warten. Mit zwei Longline-Gewinnschlägen mit der Rückhand schlug er jedoch bei 4:4 erneut zu. Ein lautes "Chum jetzt" war die Folge, und wenig später die 2:0-Satzführung. Das gleiche Bild im dritten Durchgang: Ein Vorhand-Fehler des 23-jährigen Kanadiers brachte Federer das Break zum 5:4. Nach nur 1:41 Stunde qualifizierte sich der 32-jährige Basler für seinen neunten Final.

Im ersten Halbfinal hatte sich der topgesetzte Novak Djokovic 6:4, 3:6, 7:6 (7:2), 7:6 (9:7) gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov (ATP 13) durchgesetzt. Bei äusserst schwierigen Bedingungen mit starkem, unregelmässigem Wind und einem in der Sonne und durch die Abnützung rutschig gewordenen Rasen startete Djokovic besser. Der erste Satz wurde ihm vom 23-jährigen Dimitrov, der als erster Bulgare einen Grand-Slam-Halbfinal erreicht hatte, praktisch auf dem Präsentierteller geschenkt. Im fünften Game beging er hintereinander einen Volley-, einen Doppel-, einen Rückhand- und einen Vorhand-Fehler und gab seinen Aufschlag zu null ab. Es blieb das einzige Break.

Im zweiten Durchgang schien der Weltranglisten-Zweite alles im Griff zu haben. Bei einer 3:1-Führung hatte er sogar einen Ball zum Doppel-Break - doch Djokovic erlebte einen regelrechten Einbruch. Er gab die nächsten fünf Games - und damit den Satz - ab. Danach war auch Halbfinal-Debütant Dimitrov im Match angekommen.

Er steigerte sich zunehmend, Djokovic hielt dagegen - und das Niveau und die Intensität nahmen stetig zu. Unter den Augen seiner Freundin Maria Scharapowa stellte Dimitrov eindrücklich unter Beweis, warum er seit seiner Jugend und dem Gewinn des Juniorentitels 2008 in Wimbledon "Baby-Federer" genannt wird.

Im dritten Satz konnte keiner der beiden Kontrahenten einen Breakball nützen, im Tiebreak behielt Djokovic mit 7:2 klar die Oberhand. Im vierten schenkte Dimitrov seinen Aufschlag mit drei Doppelfehlern zum 1:2 praktisch kampflos her, nur um dann sogleich mit dem 2:2 zu kontern. Bei 5:4 verschaffte sich der Bulgare einen Satzball, den Djokovic mit einem Aufschlagwinner abwehrte. Im folgenden Tiebreak ging Dimitrov 6:3 in Führung, konnte erneut keinen der Satzbälle nützen. Nach 3:02 Stunden verwertete Djokovic mit etwas Glück und einem Passierball via Netzkante seinerseits den zweiten Matchball.

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