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Federer bezwingt Djokovic im Halbfinal

Auch Novak Djokovic konnte Roger Federers sechsten US-Open-Final in Folge nicht verhindern.

Federer besiegte den serbischen Weltranglisten-Vierten mit 7:6 (7:3), 7:5, 7:5 und trifft am Montag im Final auf Juan Martin Del Potro (Arg), der dank eines 6:2, 6:2, 6:2 über Rafael Nadal (Sp) erstmals in seiner Karriere den Final eines Grand-Slam-Turniers erreichte.

Die Reprise des Finals von 2007 verlief ähnlich wie die damalige Partie. Djokovic hatte wie im Jahr 2007, als er insgesamt sieben Satzbälle nicht nutzen konnte, seine Chancen, stand aber vor dem dritten Durchgang erneut mit abgesägten Hosentaschen da, sprich einem 0:2-Satzrückstand.

Im ersten Satz fehlten dem "Djoker" zwei Punkte zum Satz, als ein Rückhand-Passierball um Zentimeter neben die Seitenlinie segelte. Im zweiten Satz sicherte sich dann Federer zwei Satzbälle nach einem glücklichen Ballwechsel inklusive Netzroller, wenig später kam er mit einem Vorhand-Kracher zur vorentscheidenden Führung. Im dritten Satz musste er dann bei 4:4 noch zwei Breakchancen abwehren, ehe er nach 2:34 Stunden den Matchball mit einem Vorhand-Winner versenkte. Den Punkt des Turniers spielte er aber kurz zuvor, als er einen Passierball zwischen den Beinen derart schnell an Djokovic vorbeispielte, dass diesem nur noch das Staunen blieb.

Nach seinem 40. aufeinanderfolgenden Sieg beim US Open steht Federer zum 21. Mal bei den letzten 22 Majors im Endspiel. Einzig im Australian Open 2008 war er im Halbfinal gescheitert, ebenfalls an Djokovic, gegen den er nun 9:4 führt.

Von der Statistik her ist Federer auch im Endspiel gegen den in New York bisher ebenfalls enorm überzeugenden Juan Martin Del Potro deutlicher Favorit. Der Baselbieter hat gegen den Argentinier alle bisherigen sechs Partien gewonnen, heuer standen sich die Kontrahenten schon zweimal gegenüber, mit völlig unterschiedlichem Matchverlauf. In Melbourne hatte Federer seinem Gegner eine veritable Lektion erteilt (6:3, 6:0, 6:0), in Paris setzte er sich "nur" mit 6:4 im Entscheidungssatz durch.

Im ersten Halbfinal zwischen Rafael Nadal und Juan Martin Del Potro war der Spanier absolut chancenlos: Del Potro prügelte von der Grundlinie derart auf die Bälle ein, dass sein Gegner dem kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Erschwerend kam bei Nadal hinzu, dass er wegen einer Bauchmuskelzerrung nicht wie gewohnt aufschlagen konnte und deshalb zu Beginn der Ballwechsel schon meistens im Hintertreffen war.

Mit lediglich zwei verlorenen Sätzen - gegen Daniel Köllerer und Marin Cilic - ist der 20-Jährige damit in seinen ersten grossen Final eingezogen und er könnte nach 21 europäischen Major-Gewinnern in Serie der erste "fremde" Sieger werden. 2004 in Paris hatte sich mit Gaston Gaudio ebenfalls ein Argentinier durchgesetzt.

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