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Erster Härtetest für Heiko Vogel

Auf den neuen FCB-Trainer Heiko Vogel wartet heute ein erster Prüfstein. Der Deutsche will mit Basel gegen Benfica Lissabon die Tabellenführung in der Gruppe C der Champions League verteidigen.

Drei Wochen sind es her, seit der FC Basel in Europa wieder einmal für Furore gesorgt hat. Die "Bebbi" rangen dem grossen und heimstarken Manchester United in dessen Old-Trafford-Stadion ein Unentschieden ab. Sie hätten gar gewinnen können, hätten sie nicht kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 3:3-Schlussresultat hinnehmen müssen. Der Schweizer Klub-Fussball erlebte im "Theatre of Dreams" unverhofft eine Sternstunde.

Seit jenem denkwürdigen September-Abend ist es beim FC Basel zu einer einschneidenden Veränderung gekommen. Der erfolgreiche Trainer Thorsten Fink erlag der Versuchung, beim Bundesligisten Hamburger SV das Ruder übernehmen zu dürfen. Nachdem der Coup von Manchester Aufsehen erweckt hatte, folgte er den lauten Lockrufen aus Norddeutschland. Seine Siebensachen am Rheinknie waren im Nu gepackt. Beim Abschied flossen Tränen. Fink hinterliess eine stattliche Lücke.

Die Verantwortlichen des FC Basel mussten nach der Länderspiel-Pause auf die Schnelle eine Alternative präsentieren. Die Crew um den VR-Delegierten Bernhard Heusler hat sich nach einer gewissen Bedenkzeit entschieden, auf Kontinuität zu setzen und Finks Assistenten Heiko Vogel zum Chefcoach zu befördern. Bis Ende Jahr soll an dieser Interims-Lösung festgehalten werden. Wenn die Resultate unter Vogel stimmen, ist es durchaus realistisch, dass diese Zusammenarbeit 2012 fortgeführt wird - obwohl der Name von Murat Yakin, der beim Liga-Konkurrenten Luzern engagiert ist, momentan hartnäckig durch den St.-Jakob-Park geistert.

Der Countdown für den zuvor eher unbekannten Heiko Vogel läuft seit Donnerstag. Er wolle nicht von einer "Bewährungszeit" sprechen, meinte der in Rheinland-Pfalz aufgewachsene Rotschopf, dieser Ausdruck erinnere ihn zu stark an Gefängnis-Filme. Aber natürlich sei er bestrebt, die ihm gebotene Chance zu nutzen. Vogel ist erstmals in einem Fanionteam mit der Rolle des Cheftrainers betraut worden. Vor seinem Dasein als Gehilfe von Thorsten Fink hatte er während einem Jahrzehnt in der Nachwuchs-Abteilung von Bayern München als Coach gewirkt.

Dass ein Assistent fähig sein kann, mit Bravour aus dem Schatten eines ehemaligen Vorgesetzten zu treten, hat beispielsweise der deutsche Bundestrainer Joachim Löw eindrucksvoll bewiesen. Das Debüt ist Heiko Vogel jedenfalls geglückt. Der FCB bekundete am Samstag in den Cup-Sechzehntelfinals beim 1.-Liga-Vertreter Schötz (5:1) keinerlei Mühe.

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