«Dann ist klar, dass es der Halle den Deckel lupft»

ZSC-Captain Patrick Geering sagt nach dem 3:2 in Bern, wieso er nicht an Glück glaubt. Und was am Ostermontag der Schlüssel ist.

Leidenschaftlicher Captain: Patrick Geering (links) bejubelt sein 2:1 in der Postfinance-Arena.

Leidenschaftlicher Captain: Patrick Geering (links) bejubelt sein 2:1 in der Postfinance-Arena.

(Bild: Keystone)

Reto Kirchhofer@rek_81

Weshalb führen die Lions in der Serie 2:1?
Weil wir an uns glauben, und weil wir wissen, dass wir Bern Paroli bieten können. Wenn Einstellung und Glauben stimmen, können Berge versetzt werden. Es ist eng, sehr eng. Nun hatten wir zum zweiten Mal das glückliche Ende für uns.

Das Glück ist oft ein Thema in dieser Serie.
Ja, auch am Donnerstag ging es nach der Heimniederlage ums Glück. Ich bin überzeugt: Sollte es Glück im Sport überhaupt geben, dann kannst du es erzwingen. Aber in einer Playoff-Serie entscheidet am Ende nie das Glück darüber, wer weiterkommt.

Der ZSC hat in Bern zweimal geführt und zweimal den Ausgleich kassiert, das 2:2 war umstritten, aber korrekt. Wie haben Sie diese Rückschläge verarbeitet?
Es ist nicht so, dass dich so etwas runterzieht. Ein Spiel lebt nun mal von Hochs und Tiefs, von Fehlern auf beiden Seiten. Aber du musst dir mental bewusst sein, was ein Tor auslösen kann. Wenn Bern im Halbfinal zu Hause im Schlussdrittel das 2:2 erzielt, dann ist klar, dass es der Halle den Deckel lupft. Es ist wichtig, dass du damit umgehen und entsprechend reagieren kannst. Das haben wir versucht – und am Ende mit einem schnellen Gegenstoss tatsächlich das Siegtor erzielt.

Viele rechneten schon mit einer Verlängerung. Sie auch?
Im Hockey musst du jeden Einsatz als etwas Neues betrachten. Lässt du locker, wirst du bestraft. Ja, es sah nach Verlängerung aus, dann setzten wir nach, es gab einen Rebound und ein Tor. Kein schönes zwar, ein klassisches Playoff-Tor, für uns aber umso wichtiger.

Nach dem ersten Break in Bern verspielten die Lions zu Hause den Vorteil. Welche Lehren haben Sie im Hinblick auf das Spiel vom Ostermontag gezogen?
Im ersten Heimspiel war der Start sehr gut, dann liessen wir ein wenig nach, und plötzlich war der Gegner da. Dumme Scheibenverluste gaben den Bernern Leben. Es gibt für uns nur einen Schlüssel: 60 Minuten oder noch länger arbeiten. Gelingt uns das, bin ich sehr zuversichtlich.

DerBund.ch/Newsnet

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