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Ein neuer Anlauf für den BSV

Der BSV Bern Muri startet am Mittwoch in die Handballsaison. Der neue Cheftrainer Aleksandar Stevic soll sein Team auf Augenhöhe mit den Besten der Liga führen.

BSV-Trainer Aleksandar Stevic ist zufrieden mit der Vorbereitung.
BSV-Trainer Aleksandar Stevic ist zufrieden mit der Vorbereitung.
BD

Aleksandar Stevic ist der erste Profitrainer mit einem 100-Prozent-Pensum, den der BSV Bern Muri in der langen Vereinsgeschichte verpflichtet hat. Mit Blick auf die sich im Bau befindliche Ballsporthalle soll der in Deutschland geborene Serbe ein erfolgreiches Team aufbauen, das die Berner auf Dauer wieder zurück an die nationale Spitze bringt.

Mit der Verpflichtung des portugiesischen Linkshänders Pedro Spinola und des Slowenen Lukas Groff, mit der Rückkehr von Thomas Heer, der nach einem Kreuzbandriss ein Jahr pausieren musste, und mit den vielen jungen «Wilden» aus dem BSV-Nachwuchs liegt die Messlatte für die nahe Zukunft hoch. Nach Jahren der Enttäuschungen, in denen die Erwartungen oft zu gross waren, gibt der Club nun das Ziel vor, bald wieder auf Augenhöhe mit den besten Teams der Liga zu sein.

Stevic ist seit 1961 der 24. BSV-Cheftrainer in der NLA, der den dreimaligen Meister wieder flott machen soll. Dass die ambitionierten Zielsetzungen in den letzten Jahren meist verpasst wurden, hatte auch mit dem grossen Verletzungspech und dem Ausfall wichtiger Stammspieler zu tun. Auch vor der neuen Saison bleibt der BSV nicht davon verschont. Erstes Opfer ist Valentin Striffeler, der in der Vorbereitungsphase eine Meniskusverletzung erlitt und nach der Operation für mindestens zwei Monate ausfällt.

Den ersten Kontakt von BSV-Sportchef Daniel Weber als Mitglied der Sportkommission mit dem damals noch in Balingen lebenden Aleksandar Stevic sowie mit dessen Agenten hatte es bei einem Treffen in Basel gegeben. «Daniel Weber hat mir das Projekt des BSV sehr präzis vorgestellt, und ich war sofort begeistert. Vor allem die angestrebte Professionalität und die neuen Vereinsstrukturen haben mich überzeugt», erklärt der neue BSV-Trainer. «Auch von der Vereinsleitung wurde ich sehr offen über jedes Detail informiert.» Stevic ist im Besitz eines Sportlehrerdiploms und hat nach seiner Spielerkarriere die A-Lizenz als Trainer erworben. Er war im Juniorenbereich und ab 2013 für Neuhausen in der 2. Bundesliga als Cheftrainer tätig.

Herausforderung als Reiz

Nachdem der 35-Jährige im Juni die Arbeit aufgenommen hat, freut er sich kurz vor Meisterschaftsbeginn auf die neue Herausforderung: «Das ganze Team zeigte sich in der harten Vorbereitungsphase sehr motiviert. Das hat Freude gemacht», sagt Stevic. «Die Neuverpflichtungen Spinola, Groff und Rathgeb haben sich sukzessive in das Mannschaftsgefüge eingelebt. Den stärksten Einfluss auf die jungen Teamkollegen dürfte dank seinem grossen Erfahrungsschatz der 34-jährige Portugiese ausüben. Groff ist noch sehr jung, hat aber grosses Steigerungspotenzial. Und Rathgeb ist der absolute Teamplayer.»

Der BSV-Trainer ist mit dem Verlauf der Vorbereitungsphase insgesamt sehr zufrieden, warnt aber vor zu euphorischen Erwartungen. «Bei den Details steht uns noch sehr viel Arbeit bevor, damit wir dann in den Pflichtspielen auch die bestmögliche Leistung abrufen können.» Dabei denkt er vor allem an die Offensive, die noch einige Zeit braucht, bis die Abläufe und die Automatismen mit den Neuverpflichteten optimal greifen.

Schon zufriedener ist der Headcoach mit der Defensive, die in der Vorbereitung in verschiedenen Abwehrsystemen einen starken Eindruck hinterliess. Als «ideal» bezeichnet Stevic die Altersstruktur des Teams mit den vielen Jungen und dem Kern von routinierten Akteuren. Er schätzt ausserdem, dass ihm mit David Staudenmann ein Assistenztrainer zur Seite steht, der Club und Mannschaft bestens kennt. «Als Interimstrainer hat er einen hervorragenden Job gemacht. Ich kann von seinem enormen Wissen sehr profitieren.»

Zur Erinnerung: Letztmals gewannen die Berner unter Geri Stauenmann, dem Vater des Assistenztrainers, vor 32 Jahren einen Meistertitel. Nun gilt es, die positiven Eindrücke aus der Vorbereitung mit dem starken Kollektiv in die neue Saison mitzunehmen. Der Härtetest am Sonntag ist vollauf geglückt. Im einzigen Duell zweier NLA-Teams siegte der BSV im Cup-Sechzehntfinal auswärts bei St. Otmar deutlich.

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