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Djokovic erster Finalist in Wimbledon

Der erste Finalist in Wimbledon heisst Novak Djokovic: Der topgesetzte Serbe gewinnt im Halbfinal 6:4, 3:6, 7:6 (7:2), 7:6 (9:7) gegen Grigor Dimitrov (ATP 13).

Bei äusserst schwierigen Bedingungen mit starkem, unregelmässigem Wind und einem in der Sonne und durch die Abnützung rutschig gewordenen Rasen startete Djokovic besser. Der erste Satz wurde ihm vom 23-jährigen Dimitrov, der als erster Bulgare einen Grand-Slam-Halbfinal erreicht hatte, praktisch auf dem Präsentierteller geschenkt. Im fünften Game beging er hintereinander einen Volley-, einen Doppel-, einen Rückhand- und einen Vorhand-Fehler und gab seinen Aufschlag zu null ab. Es blieb das einzige Break.

Im zweiten Durchgang schien der Weltranglisten-Zweite alles im Griff zu haben. Bei einer 3:1-Führung hatte er sogar einen Ball zum Doppel-Break - doch Djokovic erlebte einen regelrechten Einbruch. Er gab die nächsten fünf Games - und damit den Satz - ab. Danach war auch Halbfinal-Debütant Dimitrov im Match angekommen.

Er steigerte sich zunehmend, Djokovic hielt dagegen - und das Niveau und die Intensität nahmen stetig zu. Unter den Augen seiner Freundin Maria Scharapowa stellte Dimitrov eindrücklich unter Beweis, warum er seit seiner Jugend und dem Gewinn des Juniorentitels 2008 in Wimbledon "Baby-Federer" genannt wird.

Im dritten Satz konnte keiner der beiden Kontrahenten einen Breakball nützen, im Tiebreak behielt Djokovic mit 7:2 klar die Oberhand. Im vierten schenkte Dimitrov seinen Aufschlag mit drei Doppelfehlern zum 1:2 praktisch kampflos her, nur um dann sogleich mit dem 2:2 zu kontern. Bei 5:4 verschaffte sich der Bulgare einen Satzball, den Djokovic mit einem Aufschlagwinner abwehrte. Im folgenden Tiebreak ging Dimitrov 6:3 in Führung, konnte erneut keinen der Satzbälle nützen. Nach 3:02 Stunden verwertete Djokovic mit etwas Glück und einem Passierball via Netzkante seinerseits den zweiten Matchball.

In seinem dritten Wimbledonfinal in vier Jahren (Sieger 2011) trifft Djokovic auf den siebenfachen Champion Roger Federer (ATP 4) oder den Kanadier Milos Raonic (ATP 9).

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